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MAK

Full text : Monatszeitschrift XII (1909 / Heft 8 und 9)

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„Hochgeehrter Herr Direktor!

Für Ihre so reichen Glückwünsche kann ich kaum ausreichenden Dank sagen.

Seit der Gründung des Österreichischen Museums bin ich mit demselben auf das

engste verbunden, habe an der immer glänzenderen Entwicklung desselben freudigst

Anteil genommen, und was für mich das wesentlichste ist, ich habe durch den freundschaftlichen

 Verkehr, zu welchen ich mit Herrn Hofrat von Eitelberger und den andern

Herren der Leitung gelangte, die wesentlichste Förderung erhalten, der allein ich es zu

verdanken habe, dal] mein Geschäft in kunstgewerblicher Hinsicht zu einer anerkannten

Bedeutung sich entwickelte.

Die anfänglichen, geradezu freundschaftlichen Beziehungen mit den Leitern des

Museums haben sich zu meiner Freude bis auf die jetzige Zeit erhalten, und kann ich nur

versichern, daß dies für mich vom höchsten Wert ist und bleibt.

In der frohen Zuversicht, daß dies immerdar so bleiben wird, bitte ich mich auch

den andern Herren des Museums angelegentlich empfehlen zu wollen.

Aussee, 5. August zgog. Ihr hochachtungsvoll ergebener

L. Lobmeyr."

MOSAIKFÜNDE IM DQM VON AQÜILEJA. Gelegentlich von Entfeuchtungsarbeiten

 an den Umfassungsmauern der Basilika wurden von Oberingenieur

 Machnitsch-Görz interessante Mosaikfunde gemacht. Ihre Lage ist ungefähr einen

Meter unter dem jetzigen Kirchenboden und wie die Grabungsgänge bereits erkennen

lassen, erstrecken sich die Mosaiken nur innerhalb des Domes, aber bis zu den heutigen

südlichen und westlichen Umfassungsmauern, so daß sie das ganze Mittelschiff und dazu

auch das eine, südliche Seitenschiff bedeckten. Die Grabungsarbeiten werden, dank einer

Regierungssubvention des österreichischen Ministeriums für Kultus und Unterricht, systematisch

 fortgesetzt. Über ihre weiteren Ergebnisse werden wir berichten.

INE ANATOMIE FÜR KÜNSTLERE dem Urform, sowie die beiden

 bisher erschienenen deutschen Bearbeitungen (die erste von Neelson, die

andere von Gaupp) wohl bekannt sind, liegt nun abermals in veränderter Gestalt

vor uns.

Nicht nur der Text erfuhr nach Form und Inhalt Verbesserungen und Zusätze, auch

das Illustrationsmaterial wurde zum Teil geändert, außerdem aber nicht unbedeutend

vermehrt. Hingegen wurden einige wenige Figuren als entbehrlich ausgeschieden. Bei

den neu aufgenommenen Darstellungen finden sich der Akt sowie auch die Antike

berücksichtigt. Zu den bekannten 25 Kapiteln des Werkes (einer Einleitung und 24 Vorlesungen

 in 2 Abschnitten) kam als selbständiger Abschnitt ein weiteres Kapitel hinzu, die

Haut betreffend, sodann die Haare und Nägel sowie die der Oberfläche des Körpers

zunächst gelegenen Drüsen. Dieser Gegenstand, den einst Harleß in geistvoller Weise

behandelte, findet in der Regel wenig Liebe. Um so mehr ist die Berücksichtigung,

die in Gaupps neuer Auflage dieser wichtigen Sache geschenkt wurde, mit Dank willkommen

 zu heißen.

Hans Macht

' Grundriß der Anatomie für Künstler von Mathias Duval. Deutsch: Bearbzitung von Dr. Ems:

Gaupp. Dritte vermehrte Auflage. Mit 4 Tafeln und 88 Texzabbildungen. Stuttgart, Ferdinand Enke,

1908. 8'.
            
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