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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 3)

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Ein bestimmter Spiegeltyp

 wird „Bilbao" genannt.

 Es waren davon

mehrere in der Ausstellung.

Diese Spiegel sollen aus

Marblehead im Staate Massachusetts

 kommen. Nach

der Tradition wurde das

Original von Schiffem aus

Bilbao gebracht. Die Spiegel

 haben vergoldete Rahmen

 mit Filigranarbeit. Als

Ornamente wurden Rosen

und Urnen bevorzugt. Für

diese Arbeiten sind auch

Auflagen von Rosamarmor

charakteristisch. Auch das

„Bilbaoglas" hat auf seinem

 oberen Teil Malereien.

Solche Malereien finden

 wir auch auf großen

Standuhren, die aus der

erstenHälfte des XIX. jahrhunderts

 stammen. Auf der

einen ist der Name des

Uhrmacher-s David Wood,

Newburyport, angebracht. Seine Arbeit zeigt architektonische Formen und

fächerartige Einlagen aus Atlasholz. Eine andere große Uhr war mit

Malereien versehen, die die verschiedenen Stellungen des Mondes zeigen.

Das Gehäuse bildet einen Bogen, der von kannelierten Säulen getragen wird.

Die Karniese schmückt eine Taube mit Ölzweig. Das Gehäuse ist aus

Mahagoni mit Einlagenaus andersfarbigem Holz, einer Technik, die in jener

Zeit auch bei den hiesigen Möbeln vielfach in Anwendung kam.

Eine andere der ausgestellten Uhren gehörte dem sogenannten „Banjo"-Typ

 an. Sie besaß einen Metallrahmen, den eine Kugel mit einem Adler

krönte, darunter befanden sich I-Iolzeinlagen, auf denen amerikanische und

englische Flaggen gemalt waren. Der untere Teil des Gehäuses hatte vergoldete

 Tropfen.

Im ganzen umfaßte die Möbelausstellung etwa 200 Gegenstände.

Am nächsten kam ihr, soweit die Reichhaltigkeit und Übersicht in

Betracht kommt, die Ausstellung von Silbersachen. Von diesen Gegenständen

 waren ungefähr 300 vorhanden.

Die ersten Silberwaren wurden in Neuengland von englischen und

schottischen Einwanderern verfertigt. Auch später noch sind in Neuengland,



Hudson-Fulion-Aussxellung in Newyork. Tischkommode („Highboy"),

 Kolonialmöbel, zweite Hälfte des XVII. jahrhunderts

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