Übergang von der Figuren- zur Landschaftsmalerei bildet Joost Cornelisz
Drooch-Sloot in einem holländischen Bauerndorf mit bewegten Szenen
zechender Bauern vor dem Wirtshaus. Das Bild dieses seinerzeit stark
überschätzten Meisters ist 1630 datiert. Von Hermann Saftleven ist ein
charakteristisches, in der Staffage überreich ausgestattetes
Flußtal, von Jan Weenix ein feines Stilleben mit
Vögeln und von Melchior d'Hondecoeter Krammetsvögel
und Geräte zur Falkenjagd zu sehen. Die Stillleben-,
Frucht- und Blumenmaler Jan Davidsz und
Cornelis de Heem haben hier je zwei Bilder, Fruchtstücke
und Blumensträuße.
Unter den Landschaften wäre eine ganze Reihe
sehr beachtenswerter Stücke zu nennen, so eine feine
Flachlandschaft mit weitem Horizont von Salomon
Ruysdael, von Jan van der Meer dem Älteren ein
Waldeingang und ein holländisches Dorf, eine Strommündung
von Jan van Goyen, eine Mondscheinlandschaft
von Aart van der Neer und von dem älteren
G. du Bois eine ganz hervorragend schöne Dünenlandschaft,
ein Bild, das kleiner und mit einigen Varianten
nochmals in der Galerie des Haarlemer Stadthauses
vorhanden ist.
Noch mancher Meister und viele Bilder müßten
hier aufgezählt werden, wie die „Seifenblasenden
Knaben" von dem neuerdings wieder hochgeschätzten
Esaias Bourse, aber dies würde über den Rahmen
dieses Artikels weit hinausgehen.
Wohl den alten Handelsbeziehungen Aachens
mit Spanien ist es zu verdanken, daß sich verhältnismäßig
viele spanische Bilder in unserer Galerie befinden,
die einigermaßen einen, wenn auch lückenhaften
Überblick über die spanische Malerei vom XV.
bis XVIII. Jahrhundert ermöglichen.
Am m 101mm, von eine, Den Anfang machen zwei altspanische Altarflügel
Krfuzizvnzssruvv- in Cßr- des XV.Jahrhunderts, welche das Jüngste Gericht dar-"mmunäfxfrhfäitfes
Xv' stellen, auf dem einen Flügel die Auferstehung der
Toten, auf dem anderen den Sturz der Verdammten.
Charakteristisch für ihre Herkunft sind die reiche Verwendung von Gold und
die plastisch aufgelegten Nimben, Kronen und Waffen. Ein Ecce homo von
Louis Morales zeigt ganz den schmerzlich leidenschaftlichen Zug, der für die
Werke dieses Künstlers charakteristisch ist. Sein Zuname il divino dürfte
allerdings mehr auf die Vorwürfe seiner Gemälde als auf seine Kunst selbst
passen. Domenico Theotocopuli, genannt il Greco, wird von alters her ein
kreuztragender Christus zugeschrieben, ein sehr gutes Bild, das aber in seiner