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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

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Ggurenreichei-Barockaltar (um 1620) aus Nendeln im Fürstentum Liechtenstein

ist, der zugleich ein Beispiel für das lange Nachleben der Gotik, das zähe

Festhalten am hergebrachten Stile bietet, da die Figuren in Haltung und

Faltenwurf noch ganz gotisch erscheinen. Der große schwäbische Flügelaltar

im South Kensington-Museum in London ist im Typus der Figuren nahe

mit unserem Altar verwandt. Eine seltene Darstellung ist auch die Gruppe

von fünf knienden Klerikern, die wohl früher an einem Votivaltar oder einem

Epitaph angebracht war.



Abb. 23. Schwäbischer Flügelaltar, Ende des XVJnhrhundens, im Schrein: lMaria mir dem Kinde, johannes

und Andreas

Die bayrische Plastik kann man an einigen besonders schönen Werken

kennen lernen, einem Salvator mundi (Abb. 28) von großer, feierlich monumentaler

 Haltung, ein Werk der Landshuter Schule, in das Gebiet der dem

Stephan Rottaler zugeschriebenen Werke gehörig, und einer wundervollen,

eleganten elastischen Figur des Mohrenkönigs Balthasar (Abb. 29), die ich als

Werk des Erasmus Graser glaube ansprechen zu dürfen.

Ein heiliger Antonius und ein Heiliger ohne Attribute sind die einzigen

Werke der Sammlung, die ich der elsässischen Schule zuweisen kann, allerdings

 steht der Antonius den Plastiken am Isenheimer Altar sehr nahe.
            
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