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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 4)

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Unter den Renaissancemöbeln sind einige Kölner, ganz mit Intarsia verzierte,

 kredenzartige, sogenannte Überbauschränke, deren zurücktretendes

Mittelteil von einem vorspringenden, von zwei Pfeilern oder Figuren

gestützten Gesims überdacht wird, und ein Kredenzschrank mit dem

Wappen der Familien Beissel und von Gymnich bemerkenswert. Von den

weitverbreiteten Lütticher und Aachener Möbeln des XVIII. Jahrhunderts

Abb. 33. Gnadenstuhl, Gottvater mit dem Leichnam: Christi und Maria, spanischer Meister, Ende des XV. jahrhundert:



besitzt das Museum eine reiche Auswahl. Diese Möbel sind ebenfalls alle aus

Eichenholz gearbeitet, aber, der Natur des Materials entsprechend, in den

Schweifungen maßvoller als die süddeutschen oder französischen Möbel

dieser Zeit. Die Aachener Arbeiten unterscheiden sich, nicht zu ihrem Nachteile,

 von den Lütticher Möbeln durch ruhigere Formen und größeres

Maßhalten in der Verzierung. Nur die Gesimse werden in Aachen reicher

ausgebildet und daher kommt auch die Vorliebe für Verkröpfungen.

Das am meisten vorkommende Möbel ist der Porzellanschrank, der

gegen 1750 allgemein üblich wird. Er besteht aus einem kommodenartigen,
            
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