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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 5)

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schlechten Städtebildern und Entstellung der Landschaft zuwege gebracht

hat - freilich nicht vor allem. Auch der Mont-Saint-Michel hat einen Feind,

der ihm unablässig näherrückt wie der Belagerer der Festung. Der Feind

heißt: Landgewinnung (Abb. 3). Im Jahre 1880 wurde mit einem Dammbau

begonnen, der die Insel jetzt mit dem zunehmenden Festlande verbindet. Auf

dem Damme fahrt Zug um Zug hin und her, her und hin (Abb. 5). Das ließe

sich noch ertragen, besonders, wenn der Damm nicht so ohne jedwede Rücksichtnahme

 auf den eigentlichen Zugang zum „Mont" angelegt worden wäre.

Statt ihn (siehe Abb. 6), was eigentlich selbstverständlich erschiene, direkt

auf das untere Vorwerk (Plan A) münden zu lassen und dadurch eine

organische Verbindung herzustellen, endigt er vor Tour de l'Arcade (Plan M)

und Tour du Roy (Plan N). Man steht vor geschlossenen Quadermauern

und erreicht die alte Zugangspforte auf einem lotterigen glitschigen Holzsteg.

Ein solcher Lapsus wäre den mittelalterlichen Baumeistern sicherlich nicht

passiert, außer etwa den einfallsreichen Bürgern von Schilda. Die hätten

allenfalls das Stadttor neben die Straße gesetzt. Das ist nicht ernsthaft feindlich;

 geschmacklos, widersinnig freilich in hohem Maße.

Vor Zeiten ragte der „Mont" sowohl wie die „Tombelaine" nicht aus

den Wassern empor. Ein riesiger Waldbestand, la Foret de Scissy, dehnte

sich ringsum aus, noch volle fünfzehn Kilometer weit, bis hinaus an die

offene See. Die Römer hatten eine breite Straße durchgelegt, welche das

jetzt bretonische Ufer mit dem normannischen verband. Der Granitklotz,

früher „Mont Tombe" genannt, erhob sich über einem Wipfelmeer. An

seinen Hängen standen zwei kleine Sanktuarien, dem heiligen Stephanus und

Symphorius geweiht. Im weiten Forst aber

wohnten fromme Männer; vermöge ihrer

besonderen Kraft vermochten sie sogar

Wölfe zu Lebensmittelüberbringern zu

machen; vielleicht Glaubensboten irischer

Herkunft? Die zogen ja in alle Welt und

predigten das Evangelium. St. Gallen zum

Beispiel dankt seine Entstehung solch einem

fremdländischen Sendboten. Im Jahre 706

nun soll eine von fürchterlichen Nordweststürmen

 gegen das Land gepeitschte, ungeheuerliche

 Flut den ganzen Waldbestand

verschlungen haben und noch weit ins rückwärtige

 Land verheerend eingedrungen sein.

Der kleine, aber alte Waldbestand auf der

nördlichen Seite des „Mont" (Abb. 6 und 12)

wird als ein Überbleibsel der Foret Scissy

bezeichnet. Tief bedeckte das Meer den

verwüsteten Boden zwar nicht, immerhin AbPW-L"v{'f"i'd""W'PP"1f'"Roh"

Johvet, dreißigster Abt, Ven-ater an der

1' Hängt wohl mit Tumba, Tumulus zusammen. Suche Frankreichs


            
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