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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 5)

aller Art hinaufbefördert wurden. Hier war es auch, wo die Hugenotten

durch einen Handstreich das Klosterkastell zu erobern hofften. Die Räume

tragen daher den Namen „Montgommeries". Von der Aumönerie aus gelangt

man dann zurück in die Salle des Gardes. Zu erwähnen ist noch die etwa

in gleicher Höhe, unter dem Promenoir liegende Salle de l'Aquilon (A C3),

ursprünglich Aumönerie (Abb. 37), ein Raum aus dem XI. Jahrhundert mit

spitzbogigen Gurten und romanischen Säulen.



Bunrpapierausstellung der Kunstgewerbeschule. Emballagepapier in Linoleumschnitt von Karl Schweiz (Schule

Professor Berxold Löffler)

Wer die einstündige, von gut unterrichteten Beamten geleitete Wanderung)?

 zum erstenmal macht, glaubt durch ein Labyrinth zu wandern, schon

der vielen Niveauunterschiede halber. Und dennoch ist alles nach klug überlegtem

 Plan angelegt. Sicherlich gibt es nicht viele Gebäudegrundrisse ähnlicher

 Art, bei denen die relative Enge des Baugrundes kein Hindernis der

Anlage mannigfaltig notwendiger Räume bildete. Trotzdem es der Dauer von

Jahrhunderten bedurfte, um einen genial erfaßten Gedanken zur Ausführung

zu bringen, trotz wiederholter Zerstörung der Arbeiten einer Bauperiode,

die zum Teil fragmentarisch in die nächste hineinwuchsen, trotz des Wandels

der Anschauungen in formaler Beziehung, den die wechselnden Zeiten mit

sich brachten, entstand doch eine künstlerische Einheit voll tiefen Ernstes.

' Der Besuch, die Erklärungen der Führer sind unentgeltlich.
            
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