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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 6 und 7)

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ihm ein Dreieckschildchen mit dem Wappenbilde. Unter Abt Ulrich II.

Pirchfelder (1370-1385) erhielten die Äbte von Göttweig, 1382, vom Papst

Urban VI. den Gebrauch der übrigen Pontifikalien.

Aus der Zeit des Abtes Friedrich II. Tächler (Techler), 1385-1398

(T 24. Januar 1403 P), erscheint in dem „St. Christophori am Arlberg Bruderschafts-Buche"

  u. k. Haus-, Hof- und Staatsarchiv in Wien), begonnen

in der zweiten Hälfte des XIV. jahrhunderts, das Wappen des Stiftes in

Farben (Abb. 22): in Rot, auf grünem, mit Gras bewachsenem Dreiberg ein

weißes ausgeschweiftes Tatzensteckkreuz. Neben dem halbrunden Schilde

die Inschrift: „Chätwevg", über dem Namen eine nur flüchtig gezeichnete

 Inful.

Auch das persönliche Wappen des damaligen

 Abtes Friedrich erscheint eingetragen

 (in Weiß eine schrägaufiiiegende

Dohle, als Kleinod auf dem Stechhelm eine

auf einer weißen Kugel stehende Dohle mit

roten Füßen und ebensolchem Schnabel):

„Abbt Friedreich von Chötweig der Tächler

gibt alle jar lv den - vnd nach seinen tod ein

guldein". - Der schwarze Vogel ist eine

Dohle, im Volksmunde Dacher, Tacher genannt,

 und soll hier also eine „redende"

Wappeniigur vorstellen 

In einem Siegel des Abtes Gregor II.

(1648-1669) aus dem bayerischen Geschlechte

 der Heller zu Arberg fand ich,

dem Schild aufruhend, zu seiten der Mitra

je einen Helm mit Kleinod. Der rechtsseitige

Helm trägt als Kleinod ein Bündel feiner Abb. 1a. Benediktinersüft Altenburg

Stäbchen, die ich mir anfangs nicht zu erklären

 wußte, bis sich im Wappenalbum der niederösterreichischen Landesverordneten

 die Lösung fand.

Abt Gottfried Bessel (1714-1749) ist dortselbst im Jahre 1723 mit

seinem Wappen eingetragen. Das Kleinod des Stiftswappens zeigt 13 Pedums

mit goldenen Kurvaturen, die silbernen Stangen fächerförmig in die Helmkrone

 gesteckt (Abb. 23).

Auch sein Nachfolger, Abt Odilo Piazol (1749-1768), ist im Jahre 1763

mit dem vollen Wappen, mit Schild und Helm, eingetragen, nur erscheinen

hier bloß 12 Pedums auf dem Helme.

Auf einer Wappenskizze im Besitze des niederösterreichischen Landesarchivs

 ist an Stelle der Helmkrone ein silbern-rot-blauer Wulst mit dem

grünen Dreiberg des Schildes zu sehen, der mit 13 Pedums besteckt ist.

Die Helmdecke in allen diesen Wappen von Göttweig zeigt die Tinkturen

Rot-Blau-Silber durcheinandergemengt. Das Blau ist in diesem Fall eine

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