da:
und ihre Gesellen bej? solchen ihren Frejihaitten,
Genaden Rechten, die wür ihnen also von Neuen
gegeben und beställ haben und so auf diesen Briff
geschriben steen, beleiben lassen und ihnen daran
khain Irrung noch misgriff thuen, noch Jemand zu
thun gestatten in khainer weis, das ist Unser ernstliche
mainung, doch Uns und Unser Nachkhommen
vorbehalten, solches alles zu mindern zu mehren
und gar aufzuheben, gethreulich und ungeuerlich
mit Verkhundt dieses Briffs underherr anhangenten
Insigl besigilt, geben in unser Statt Passau am Pfmztag
vor dem Sontag oculis in der Fasten, nach
Christi unseres lieben Herrn Geburt fünfzehenhun- Abbüm Dasmamweib Kupfer
dert und in dem drejissigisten Jahr." 5m, von Hans Schah; Bghafn
Für den guten Ruf des I-Iafnerzeller Geschirrs
stellt die Hafnerordnung für Salzburg de dato 23. August 1578, gegeben vom
Erzbischof Johann Jakob von Khuen-Belasy, ein glänzendes Zeugnis. Punkt IQ
dieser Ordnung sagt: „Sollen die Häfen so mit dem Zellermark bezeichnet
und doch nit Zellerhäfen seyen allhir in khainerlej? wegn weder durch frembde
noch hirlendige Maister verkhaufft noch Jemandt dermit geferlicherweiß betrogen
werden. Alles bej? straff ein Pfund wachs unnachläßlich in die Lad
zu bezahlen." Und Merian rühmt 1644
I-Iafnerzell als einen Marktflecken „allda
mehrertheils Hafner, so schön Geschirr
machen, wohnen". Der Verlust der Pfarrbücher,
die beim Brande im Jahre 1862
zugrunde gingen, läßt eine Namensliste
der I-Iafnermeister nicht aufstellen. Hafner
Adam Hassdorfer, Tiegelmacher, wurde
von Kaiser Leopold I. mit Privilegien ausgezeichnet
und der Schmelztiegelmacher
Adam Reichl, gestorben I718, erhielt
vom Grafen Auersperg, Fürstbischof von
Passau, Adel und Wappen (im Lorbeerkranz
ein geflügelterLöwe, mit den beiden
Tatzen einen vierseitigen Schmelztiegel
haltend). Aus der Werkstatt Reichl ist
durch Verehelichung weiblicher Sprossen
die Firma Lorenz Kapeler 8c Sohn entstanden.
Weitere Hafnermeister waren
Augustin Kapeler, Josef Kaufmann, die
Brüder Mathes und die Brüder Guglmeier.
Das Vorkommen älteren Hafnerzeller
Abb. 67. Henkelkrug mit Ausgußschnabel, _ _
braun glasiert, urn 1500 (Burg Kreuzensxein) Geschirrs ll'1 Salzburg, Wien und Pest
nur