Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 6 und 7)

"TJJ

da auferstehend alles neu wird, der Triumph des Morgens im rauschenden Aufstieg aus der

braunen Nacht! Und über seinem Werk könnte das Wort des sterbenden Turner stehen:

Gott ist das Licht! Felix Poppenberg

RUNN. ERZHERZOG RAINER-MUSEUM FUR KUNST UND GE-VVERBE.

 lrn Mai wurde im Brünner Erzherzog Rainer-Museum für Kunst und Gewerbe

 eine mehr als 400 Nummern umfassende „Ausstellung vonI-Iandzeichnungen" aus dem

Besitze des mährischen Industriellen Arnold Skutezky eröffnet. Die Sammlung umfaßt Originalzeichnungen

 italienischer und holländischer Meister des XVI. und XVII. Jahrhunderts,

darunter hervorragende Blätter von Raffael und Rembrandt, zum Teil auch aus älteren aufgelösten

 Sammlungen, wie der von Baron Lanna, Artaria, Fürst Metternich und anderen, sowie

 französische und englische Meister und eine große Zahl von Altwienern, darunter Rudolf

Alt, Danhauser, Fendi, Füger, Führich, Lampi, Pettenkofen, Schwind, Waldmüller. Auch

Menzel, Ludwig Richter und Lenbach fehlen nicht in diesem mit feinem Verständnis

gesammelten Besitze. Von Fendi stammt unter anderem das älteste Kinderbild des Kaisers

Franz Joseph I. aus seinem zweiten Lebensjahre, vermutlich eine Studie zu seiner „Familienvereinigung"

 im kaiserlichen Besitz; von Lampi das Bildnis des Kaisers Franz; von Meytens

ein treffliches Pastellbildnis des Grafen Bonaventura Harrach; von Kriehuber das Aquarellbildnis

 der Erzherzogin Isabella.

STRÄNGNÄS. AUSSTELLUNG ÄLTERER KIRCHLICHER KUNST

1910. In der alten Bischofsstadt Strängnäs bei Stockholm findet vom 20. Juni bis

zum 20. August d. ]. eine umfassende Leihausstellung älterer kirchlicher Kunst statt,

zusammengeführt aus den Kirchen der beiden Provinzen Södermanland und Nerike

(d. h. der Diözese Strängnäs).

Die Ausstellung ist die umfassendste dieser Art, welche je in Skandinavien stattgefunden

 hat, und ihre Absicht ist, ein möglichst vollständiges Bild vom schwedischen

kirchlichen Kunstleben innerhalb eines begrenzten Gebietes zu geben.

Da Schweden besonders in den versteckten Dorfkirchen reiche Vorräte von größtenteils

 unbekannten mittelalterlichen Holzskulpturen besitzt, so dürfte dieser Teil der Ausstellung

 von besonderem Interesse sein.

Um die Ausstellung, welche ausschließlich ideelle Zwecke verfolgt, ökonomisch zu

stützen, ist eine Vereinigung gegründet worden „zur Beförderung der Ausstellung von

Werken älterer kirchlicher Kunst in Strängnäs 1910". Die Mitglieder zahlen während der

zweijährigen Wirksamkeitsdauer der Vereinigung jährlich 5 Kronen und erhalten dafür

teils zwei Dauerkarten zur Ausstellung, teils die wissenschaftlich reich illustrierte

Publikation der Ausstellung, deren Buchhandlungspreis die xo Kronen bedeutend überschreiten

 wird. -_ Weiteres teilt das Bureau der Ausstellung mit.

ERAMISCHES MARKENBÜCHÄ" Mit mühseligem Fleiß und einer Zuverlässigkeit,

 die sich bei zahlreichen Stichproben bewährt hat, ist durch Dr. E. Zimmermann

 die x3. Auflage des zwar allgemein bekannten und weitverbreiteten, aber bisher

noch immer verbesserungsbedürftig gewesenen keramischen Markenbuches besorgt

worden. Auf unvermeidliche Mängel im Abschnitte der italienischen Majoliken und in

dem die japanische Keramik behandelnden hat Zimmermann selbst im Vorworte hingewiesen.

 Zimmermanns Bestreben ging vor allem dahin, eine bisher schwer vermißte

' Führer für Sammler von Porzellan und Fayence, Steinzeug, Steingut usw. Vollständiges Verzeichnis

der auf älterem Porzellan, Fayence, Steingut usw. befindlichen Marken, begründet von Dr. j. G. Graesse, fortgeßlhrt

 von F. jaennicke. 13., völlig umgearbeitete, vermehrte und mit wissenschaftlichen Belegen und Erläuterungen

 versehene Auflage von Professor Dr. E. Zimmermann an der Königlichen Porzellansammlung zu

Dresden. Berlin, R. C. Schmidt 8c Co. xgxo. Mk. ff.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.