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Full text: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 8 und 9)

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phantastischen Gebilde näher einzugehen, zwischen die in scharfem Kontrast 
Blumenvasen und Blumenstauden gestellt sind, wie sie auch auf dem 
erwähnten indischen Elefantenfragment wiederkehren. 
Vor drei jahren habe ich in dieser Zeitschrift die Aufmerksamkeit auf 
eine Gruppe spanischer Teppiche gelenkt, deren frühestes uns bekanntes 
Exemplar der merk- 
würdige, wohl noch 
aus dem XIVJahrhun- 
dertstammende Blü- 
tenbaumteppich des 
Kaiser Friedrich-Mu- 
seums in Berlin ist": 
Dem XV. bis XVLjahr- 
hundert gehören, wie 
ichnachweisenkonnte, 
jene weiter entwickel- 
ten Teppiche an, bei 
denen das Mittelfeld 
aus einem geometri- 
schen, oft durch Wap- 
pen belebten Rauten- 
muster gebildet wird, 
während der Rand 
eine mehr oder min- 
der rein erhaltene kufi- 
sche Schriftborte ent- 
hält. Charakteristisch 
für diese spanischen 
Teppiche sind Kränze, 
Sterne und die figür- 
lichen, mit der gleich- 
zeitigen keramischen 
Dekoration sich berüh- 
renden Darstellungen, 
die wir  Innenfelde Abb zo PolnischerTeppieh BeginndesXVlIl jahrhundensQ-lerr Schwarz 
undinderBortefinden. ' ' ' Ruhm, ' ' 
Die Technik der spa- ) 
nischen Teppiche unterscheidet sich, wie ich nachwies, nicht unwesentlich 
von der der vorderasiatischen und persischen; sie gestattet bei enger 
Knüpfung eine besonders feine Musterung und verleiht den Teppichen 
ein plüschartiges Aussehen. Die Ausstellung verdankte den Spanish Art 
Galleries in London vier derartige, besonders interessante Exemplare (Nr. 187 
' Kunst und Kunsthandwerk, 1907, S. 503 B". Mittelalterliche Knllpfteppiche kleinasiatischer und spani- 
Scher Herkunft.
	        
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