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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 11)

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immer höher, so daß diese bischöflichen Kopfbedeckungen eine ganz respektable

 Last für ihre Träger wurden. Wie bekannt, trug der Hohepriester

bei den ]uden ebenfalls eine in zwei Hörner auslaufende Mütze, ob diese





 

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Abb. 27. Bischöfliche Banner aus der Züricher Wappenrolle (erste Hälfte des XIV. Jahrhunderts)

aber als Vorbild für die christliche Mitra gedient hatte, läßt sich nicht mit

Bestimmtheit behaupten.

Der Bischofsstab, Pedum oder Pastorale (Pedum episcopale, Baculus

pastoralis) genannt (Abb. 30), war ursprünglich ein einfacher, entweder mit

einem Kreuzchen oder einer Kugel besetzter Stab, der später in eine dem

Gemshorn ähnliche Krümmung auslief. Auch Stäbe mit mannigfach geformten

kleinen Querbalken (Krücke) am oberen Ende, einem T ähnlich, finden sich

schon sehr frühzeitig vor. Diese Krückenforrn des Bischofsstabes verschwindet

am Ende des XII. Jahrhunderts in der abendländischen Kirche, hat sich aber

in der morgenländischen bis heute erhalten. Im Schatze des Benediktinerstiftes

 Sankt Peter zu Salzburg wird ein derartiger Krückenstab aufbewahrt,

den der Gründer des Salzburger Bistums und des Stiftes Sankt Peter, der heilige

Rupertus, getragen haben soll. Die Krummstäbe, die einem f gleichen, haben

sich in ihrer einfachen, primitiven Form bis zum Anfang des XIII. Jahrhunderts

 erhalten. Von da an beginnt deren reichere Ausgestaltung, auch

wurde den einzelnen Teilen derselben eine symbolische Bedeutung unterlegt.

 Mit der Krümmung am oberen Ende des Stabes, der Curvatura, soll

der Träger des Pedums die Gläubigen an sich ziehen, die Irrenden zu halten

versuchen. Der Knopf oder Nodus soll den Schwachen und Schwankenden als

Unterstützung dienen, während der Dorn oder Stachel, der Stimulus, am

unteren Ende der Canna die Trägen aufwecken und zum Kampfe gegen die

Sünde anspomen soll. A

In den Worten, die bei der Übergabe des Pedums anläßlich der Konsekration

 eines Bischofs gesprochen werden: „Accipe baculum pastoralis officii,

ut sis in corrigendis vitiis pie saeviens, judicium sine ira tenens, in fovendis

virtutibus auditorum animas demulcens, in tranquilitate servitatis censuram
            
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