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dies zum Beispiel in der Abbildung 50 zu sehen ist, doch können diese
beiden Wappen auch in getrennten, nebeneinanderstehenden Schilden untergebracht
werden. Führt die Propstei kein Wappen, so entfällt natürlich von
selbst deren Andeutung. Die Abbildung 50 zeigt das Wappen des infulierten
Propstes und niederösterreichischen
Landesprälaten Ignaz Stidl, der am
1. November 1907 zum Propste der
Realpropstei Eisgarn in Niederösterreich
ernannt und dem am I7. Jänner
Igog folgendes Wappenbild bestätigt
worden war:
Schild gespalten; vorne in Gold
eine nimbierte und gekrönte sitzende
Gottesmutter mit dem Jesuskinde
(Wappen derPropstei Eisgarn), rückwärts
in Silber auf grünem Dreiberg
eine grüne, befruchtete Eiche mit
braunem Stamm, der von den goldenen
Monogrammen Christi und
Mariens beseitet wird. Auf dem
Schilde ruhen rechts Mitra und Pedum,
links ein gekrönter Stechhelm
mit blau-goldener und grün-silberner
Decke, der als Kleinod ein schwarzes
Mühlrad trägt. In der Zeichnung
wurde der Versuch gemacht, die
ungleiche Höhe der beiden Kopfbedeckungen,
Mitra und Helm, durch
die Helmdecke auszugleichen. Durch
eine Placierung der Mitra auf der
abfiatternden Helmdecke könnte
wohl dieselbe Höhe, die der Helm
mit seinem Kleinod besitzt, erreicht
werden, aber ein derartiges Arrangement
wäre jedenfalls unnatürlich,
weil doch eine schwere Mitra niemals
auf einem freischwebenden Tuchstreifen
stehen kann. Eine solche
Aufstellung der Mitra, die sich in der
Abb. 42. Grabstein des Dompropstesvon Sankt Stephan
in Wien, Virgilius Cantzler (i- 1503). Rechts unten das
Wappen mit dem Kreuze und der Binde, beide aber
miteinander verbunden. (Aus: Gerlach's Todtenschilder
und Grabsteine)
schlechtesten Zeit der heraldischen Kunst allerdings häufig nachweisen läßt,
scheint in neuerer Zeit bei unseren Wappenmalern leider wieder sehr beliebt
geworden zu sein, denn ich fand sie in manchen geistlichen Wappenplakaten
zur Anwendung gebracht, so zum Beispiel im Wappen des Abtes
Karl von Melk (r88x), des Propstes Landsteiner zu Nikolsburg (1896), der