MAK

Full text: Monatszeitschrift XIII (1910 / Heft 12)

Mieg (Pirkenhammer bei Karlsbad), welche aus der schwierigen Scharf- 
feuertechnik mit weichgetonten Unterglasurmalereien und kristallinischen 
Glasuren feine und edle Wirkungen holten. Mit vortrefflichen Stücken„Wiener 
Keramik" sind auch heuer Powolny 8c Löffler vertreten, deren prächtige und 
originelle figurale Plastik auch verschiedenen Interieurs der Ausstellung zu 
guten Schmuckstücken verhilft. 
Ihre Leistungen machen Schule. Es sind heitere bemalte Zierstücke 
da, die stilisierten Blumenbuketts ihre charakteristische Form verdanken 
(von Ida Lehmann). Dann sehen wir wieder von H. F. Kirsch, E. und 
 
Tischdecke mit Buntstickerei, entworfen von Gustav Kalhammer, ausgeführt von Marie 
Händler 
j. Meier, Elsa Köveshazi-Kalmar aus der Tier- und Menschenwelt amüsante 
Charakterstudien, die durch Vereinfachung der Form und gut getonte Fär- 
bung und nicht durch das so verbreitete kleinliche Detail der gewöhnlichen 
Porzellanfiguren mit ihrer süßlichen Novellistik zu wirken suchen. 
Die feinen Bronzetiere des Professors F. Barwig zeigen gut, zu 
welcher Kraft der Wirkung auch eine räumlich kleine Plastik gebracht 
werden kann, wenn ihre Behandlung einfach und großformig ist und ihr 
Oberflächenreiz guter Materialbehandlung entstammt. 
Aus diesen beiden Elementen, der guten Form und dem Oberflächen- 
reiz, vermag dem bescheidensten Gefäß erfreuliche Wirkung zu erwachsen. 
Insbesondere das Glas ennöglicht solche Eindrücke. 
Durch längere Zeit hat auch hier die Kopie alter Techniken und Formen 
geherrscht. Nun dringt das Neue siegreich durch]. 8: L. Lobmeyr zeigten sehr
	        

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