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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 1)

junge Nymphe von reinen, anmutigen

 Formen, die auf einer

großen Schildkröte steht. Übrigens

 kam diesmal die Skulptur

in den Ausstellungen der Academy

 zu kurz. In der vorletzten

Saison hatte sich der Multimillionär

 Gould unserer Bildhauerei

 erbarmt und der Ausstellung

 seine Reitbahn, die an

das Acaderny-Gebäude grenzt,

zur Verfügung gestellt. Dieser

Raum war jedoch in der vergangenen

 Saison nicht zu bekommen,

 deshalb mußten die

Skulpturen in den Räumen der

Gemäldeausstellung untergebracht

 werden. Die Winterausstellung

 enthielt denn auch

nur etwa 30 Bildhauerarbeiten.

Nur wenige mehr gab es im

Frühjahr. In der Ausstellung,

die um diese Zeit abgehalten

wurde, sind fürSkulpturen keine

m, A_ wams, Renefskulptur Preise verteilt worden. Es gab

aber Werke, die solche verdient

 hätten. Namentlich Gabriele V. Whitneys Marmorgruppe „Unsterbliches

Heldentum". Das impressionistisch gehaltene Werk zeigt auf einem Felsen

ein Weib, an das ein Mann sich klammert. Ferner interessierten die kraftvollen

 Porträtbüsten von Robert]. Aitken, unter denen der energische Kopf

des jungen Malers Bellows besonders scharf charakterisiert war.

Dagegen gab es wie immer Preise für Bilder. Den Clark-Preis für das

beste Figurengemälde bekam Frederick J. Waugh. Sein Bild „Die Seeräuber"

 nahm den Ehrenplatz in der Vanderbilt-Galerie ein. Es fiel bereits

aus der Ferne durch seine vielen bunten Figuren auf, war lebhaft in der

Komposition und dabei korrekt gezeichnet. Ob es aber des Preises würdig

war, ist mehr als zweifelhaft. Spötter nannten es wegen seiner bunten Farben

nicht mit Unrecht das „Papageienbild".

An Maler unter 30 Jahren werden die drei Hallgarden-Preise verteilt. Sie

wurden Gifford Beal, Louis D. Vaillant und Charles Rosen gegeben. Beals

„Schneebild von den Palissaden", dem felsigen Höhenzug am Hudson,war in

seiner echt poetischen Auffassung und meisterlichen Technik eines der

besten Gemälde der Ausstellung. Auch gegen die Erteilung des zweiten

Preises an Vaillant ließ sich nichts einwenden. Sein Bild „Spiel im Wald"


            
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