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MAK

Full text : Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 1)

Jeanne de Mac Carty studierte bei John La Farge sowie in Pariser

Ateliers. Auch sie hat zuerst gemalt, ist aber dann unter Fräulein Mills

Leitung auf die Technik der Metallarbeit übergegangen. Ihre einstige Betätigung

 als Malerin zeigt sich in ihren Arbeiten, insofern als sie einen geübten

Farbensinn aufweisen, der besonders in der Zusammenstellung der Edelsteine

 mit dem Metall zum Ausdruck kommt.

Auch die Damen Figliata und Norton verbinden sich oft mit Fräulein

Mills zu gemeinsamer Arbeit. Jede übernimmt dann den Teil, der ihrer

Eigenart entspricht.

Geschmackvolle Arbeiten, meist in moderner Art, wurden auch von

Carl Hamann, Professor am Pratt Institute in Brooklyn, ausgestellt.

Eigenartige Schmuckstücke brachte ferner J. A. Brown. Sie verwendet

mit Vorliebe die Abalonmuschel. Von Joseph Kratina war ein effektvolles

Gefäß ausgestellt, das von zwei Mädchen gebildet wird, die ihre Gewänder

ausbreiten.

Auch einige große Firmen legen nun immer mehr Gewicht auf individuelle

künstlerische Arbeiten. Die bekannten Häuser von Tiffany und Gorham sind

in dieser Zeitschrift schon früher von mir erwähnt worden; diesmal möchte

ich eine deutsche Firma nennen, die erst in letzter Zeit rasch zu großer

Bedeutung gelangte. Das Geschäft heißt Mauser 8: Co. Eigentlich ist es eine

der ältesten Silberiirmen Newyorks. Die Gründung fällt noch in die Kolonialzeit.

 Das jetzige Geschäft, das noch den Namen des Gründers führt,

wurde vor etwa zwölf Jahren von dem kürzlich verstorbenen Max Ams übernommen.

 Er hatte in Deutschland die Silberschmiedekunst gelernt, war

aber hier zunächst in kaufmännischen Berufen tätig, bis er schließlich seine

geschäftlichen Erfahrungen und Fachstudien dazu benutzte, Mauser 8: Co.

in kurzer Zeit zu einer der bedeutendsten Firmen der amerikanischen Silberschmiede

 zu machen. Mausers bemühen

sich, ihre Kunden zu bestimmen, die Art

ihres Silberservices mit der Wohnungseinrichtung

 in Einklang zu bringen.

Durch das Bestreben der Firma, eine

harmonische Innendekoration zu schaffen,

 wurde eine besondere Stilart gefunden.

 Sie beruht zwar auf alten Mustern,

die aber wohl noch nie in Silber ausgeführt

 wurden. Es sind das Arbeiten im

Sheratonstil, der hier für Wohnungen

wieder mehr bevorzugt wird. Alle Gegenstände

 dieser Firma, die auf besonderen

KunstwertAnspruch erheben, sindHandarbeit.

 Zu den Spezialitäten der Firma

gehört auch der sogenannte Baltimorestil

 in reicher Repoussetechnik. Beliebt Grace Hazen, Gehänge, am mit Edelsteinen



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