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Volltext: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 2

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leichte „Krätzer", der sogenannte „Bnczkaer" (bne^üa — Sandhügel), der in der 
Szegediner Volksküche eine große Rolle spielt. 
Diese Szegediner Küche aber ist so beschaffen, daß es Heller Undank wäre, leichthin 
über sie hinwegzngehen. Sie besitzt eine ganze Reihe von Specialitätcn. Vor Allem das 
weltberühmte Fisch-Paprikas, an dem sich der Eingeborne von der Wiege bis zum Sarge 
nicht satt ißt: man versteht es hier bei dem großen Überfluß an Fischen vorzüglich 
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T as Theurer zu Szeged ln. 
zuznbereiten, indem man verschiedene Fischsorten zerstückelt und durcheinander in den Koch 
kessel wirft, nicht ohne daß ein alter Fischersmann, der noch Latein studirt hat, halblaut 
die Beschwörungsformel dazu brummte: ,llabeat r.olorem, ockororn et saporonw. Auch 
das Sauerkraut („gefülltes Kraut" heißt in Szegedin ,s^ärnra") weiß man hier stil 
gerecht zu behandeln nach dem Spruch: „eine Reihe Öhrchen, eine Reihe Schnäuzchen, 
eine Reihe Fettes, eine Reihe Füllsel". Und dann erst das köstliche Tarhonya, die feine 
„Äpfelpita", das Hühnerpaprikas in „langem" Saft mit gezupften Nockerln (Zweckerln), 
ein Gericht, dessen Geheimniß wohl in dem eigenartigen Wohlgeschmack des Szegediner 
Paprikas begründet ist.
	        
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