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fullscreen: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Croatien und Slavonien

den Entwurf, der eine so große Aufgabe lösen sollte und zur Verwirklichung hoher 
Gedanken berufen war: zur Darstellung der Länder der österreichisch-ungarischen 
Monarchie in einem vollständigen Bilde ihrer Geographie, Archäologie, geschichtlichen 
Vergangenheit, staatlichen Gestaltung, Verfassung, ihres Volkslebens, ihrer geistigen 
Bestrebungen in Wissenschaft, Dichtung, künstlerischem und architektonischem Schaffen, 
landwirthschaftlicher und industrieller Thätigkeit, in ihrer gesammten Cultur. 
Dieser großzügige Plan bedingte unabweislich, daß die Ausarbeitung des Werkes 
in zwei selbständigen Abtheilungen auf die beiden Staaten der Monarchie vertheilt und 
dessen redactionelle Durchführung den Fachmännern der beiden Länder anvertraut werde. 
So kamen elf Bände ans die Beschreibung der Erblande, acht auf die der Länder der 
heiligen Stefanskrone, und dazu kam noch ein Einleitungsband von gemeinsamem 
Interesse und ein Band für Bosnien und die Hercegovina. 
Für die Ausarbeitung des großen Werkes waren die zuständigsten Schriftsteller zu 
finden, zu Studienzwecken an Ort und Stelle zu entsenden, ihre Aufsätze waren durch Fach 
gelehrte zu überprüfen, die Zeichnungen durch die berufensten Künstler anzufertigen, von 
einem Kunstrath zu prüfen und in künstlerisch behandeltem Schnitt herzustellen. 
Nun ist die letzte Blattseite erreicht. 
Das vollendete Werk legen wir in huldigender Pietät Seiner Majestät unserem 
Kaiser und Könige vor. Mit Allerhöchstseiner Zustimmung wurde vor achtzehn Jahren 
diese Arbeit in Gang gebracht, auf Allerhöchstseinen Befehl wurde sie, nachdem der Tod 
des hohen Initiators die Völker Österreich-Ungarns in Trauer gestürzt hatte, fortgeführt, 
als ein Monument, bestimmt, das Gedächtniß des Kronprinzen, um den die Thränen 
der Völker flössen, zu verewigen, als ein Denkmal, das treuer als Erz und Marmor das 
Andenken des Verewigten bewahren wird. 
Möge der erhabene Wunsch des verewigten Schöpfers des großen Werkes, wie er 
ihn im Vorworte ausgesprochen, sich erfüllen. Mögen die Völker dieser Länder, indem sie 
sich aus diesem Werke kennen lernen, einander lieben, achten, stützen; mögen sie trachten, 
dem Throne und Vaterlande treu zu dienen; mögen sie in glücklichem Gedeihen und 
geistigem Fortschritt miteinander wetteifern. 
Gebe der Allmächtige, daß, was wir in diesem Werke als Spiegelbild der 
Gegenwart niedergeschrieben, im Laufe der Jahre sich selbst rühmlich übertreffe, daß die 
Länder der beiden Staaten dieser Monarchie sowohl in materiellem Gedeihen, als auch in 
geistigem Fortschritt sich der idealen Vollkommenheit nähern, daß ihre Völker in gegen 
seitiger Liebe die Gewährleistung ihrer Zukunft finden, und daß die Annalen ihrer 
Geschichte im Frieden wie im Kriege ruhmreiche Epochen verzeichnen mögen unter dem 
gesegneten Scepter ihres geliebten Herrschers. . . .
	        
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