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Full text: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 12)

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geben dazu vielfach Veranlassung. Dora Wibiral, M. l'Allemand und andere 
arbeiten trefflich in dieser Richtung. 
Andere pflegen das polierte Email in Verbindung mit geätztem oder 
poliertem Silber, wo es zu einer vornehmen Wirkung und zu den sub- 
tilsten Formen sich eignet. 
Karl Mottl bringt nach 
eigenem Entwurf und nach 
solchem von K. Riedel eine 
Reihe trefflicher emaillierter 
Silberarbeiten zur Ausstellung, 
die Geschmack mit Präzision 
der Ausführung verbinden. 
In seinen Dosen und Bon- 
bonnieren ist die so wohltuende 
Einfachheit der Schmuckmittel 
und eine flächenhafte Behand- 
lung wirksam, die zugleich mit 
den geometrischen Formen ein 
gutes modernes Empfinden 
zeigen. 
Große Aufmerksamkeit 
wurde in dieser Ausstellung 
dem Gebiet der Textilarbeit 
geschenkt, welches ja in erster 
Linie dazu berufen scheint, 
neue Ideen aufzunehmen und 
weiterzuverbreitenundwelches 
eine so einliußreiche Rolle 
spielt, sowohl in der Raumge- 
staltung als auch in der Klei- 
dung. 
Die WandstoBe, der Tep- 
pich bringen die farbige Note 
in den Raum. Werden die sel- 
teneren  ausgenommen, Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. Theazerkappe, 
in denen kostbares Steinmate_ entworfen vom Assistenten der Kun-stgewerbeschule Ugo 
_ _ Zovem, ausgeführt von der Ersten Wiener Produkuvgenos- 
mal oder reiche Holzmaserun" senschaft der Absolventinnen der k. k. Kunststickereischulen 
gen die farbigeNote des Raumes 
bestimmen, und die ganz einfachen Fälle, in denen dies die Malerei bewirkt, 
so kann man sagen, daß in den meisten Räumen der Möbelbezug, die Wand- 
bespannung, der Fußbodenbelag, dieTischdecke ausschlaggebend sein werden 
für die farbige Erscheinung. 
Die Ausstellungsleitung hat den guten Gedanken gehabt, neue Spann- und 
Möbelstoffe der Firmen Johann Backhausen 8: Söhne, Philipp Haas 8c Söhne,
	        
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