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Full text: Monatszeitschrift XIV (1911 / Heft 12)

bereiten. I-Ievesi schildert Rudolf Alts Werde- 
gang und Wirken in acht ungemein anregenden 
Kapiteln mit den Überschriften: Lehrjahre, 
Wanderjahre, Rudolf Alt und Wien, Reisebilder 
(Österreich-Ungarn, Ausland), Der Figuren- 
maler, Ausgang. Eigentlich sind es ebensoviele 
köstlich geschriebene, vielfach ineinandergrei- 
fende Feuilletons, jedes gleichsam ein duftiger 
Blütenstrauß zu Ehren des in seiner Art einzigen 
großen Künstlers, in jedem aber zugleich eine 
Fülle geistreicher und treffender Bemerkungen 
über österreichische, besonders Wiener Kunst- 
Verhältnisse. Den frisch hinliießenden Text 
I-Ievesi's begleitet ein reicher, sorgfältig gewähl- 
ter und mit höchster technischer Vollendung 
ausgeführter Bilderschmuck, 100 Textabbil- 
dungen in Lichtdruck und 6 1 Tafeln, unter diesen 
31 farbige, der alle Seiten der künstlerischen 
Persönlichkeit Rudolf Alts vorzüglich illustriert. 
Zur Herstellung der Abbildungen haben die her- 
vorragendsten graphischen Anstalten Wiens 
und auch einzelne in Prag ihr bestes Können 
eingesetzt: Die k. k. Hof- und Staatsdruckerei, 
die k. k. Graphische Lehr- und Versuchs- 
anstalt, C. Angerer 8: Göschl, Blechin- 
ger 8: Leykauf, Adolf I-Iolzhausen, Hus- 
nik 8: Häusler (in Prag), Max Jaffe, 
A. Krampolek, j. Löwy und die Gra- 
phische Gesellschaft „Unie" (in Prag). 
Der elegante Buchschmuck (Ziertitel) ist 
Ausstellung österreichischer Kunstgewerbe. von Dr- Rudolf Junk entwßrfen- Den ver" 
Leuchter, Silber poliert, entworfen vom Professor lag des in einer einmaligen Auflagevon nur 
dÜ.ÄÄZT352,133Tliiiifiiäfflißäffiläim see Exemplaren gedruckten Werkes hat 
die Firma Artaria 8: Co. übernommen, 
welche schon in der Publikation über den Wiener Kongreß, besonders aber in 
Leischings prächtigem Miniaturenwerk kaum zu übertreffende Typenvornehm- 
ster und geschmackvoller Ausstattung von Kunstpublikationen aufgestellt hat. 
Man darf dem Fortgang dieser Serie von Künstlermonographien mit 
großen Erwartungen entgegensehen - zunächst sind solche Monographien 
über Führich (von Moritz Dreger) und Pettenkofen (von Arpad Weixlgärtner) 
bevorstehend -, man wird aber auch der Unterrichtsverwaltung vollen Dank 
wissen für das von ihr ins Leben gerufene, groß angelegte Unternehmen, 
welches in der österreichischen Kunstliteratur allezeit einen bevorzugten 
Ehrenplatz behaupten wird. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

	        
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