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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 3)

159

Die gleiche herbe

Tüchtigkeit und den

nämlichen naturalistischen

 Ernst der Durchbildung

 zeigt eine

(60 Zentimeter hohe)

Gruppe der heiligen

Anna  (aus Abb. 28. Drei Apostel (um 15m)

Perg im Mühlviertel).

Dieser Darstellungstypus (der heiligen Anna mit dem göttlichen Enkelkind

und der gleichfalls kindlich - also in ihrem Verhältnis zur Mutter und nicht

zum Kinde - aufgefaßten

 Maria) ist in

der gotischen Kunst

Oberösterreichs überaus

 häufxg und auch

in der Linzer Sammlung

 reichlich vertreten.

 Die Perger

Gruppe (Abb. 23) gibt

in den Köpfen Annas

und Mariens glänzend beobachtete bäuerliche Typen mit ungeschminktem

Realismus wieder. Während hier die heilige Anna nicht eigentlich sitzt, sondern

 eher schwebt,

von Engeln, die nur

noch zum Teil erhalten

 sind, gestützt, ist

in einer andern Variante

 (66 Zentimeter

hoch) gerade das

mütterlich ruhevolle ,

Sitzen überzeugend Abb. 28 b. Drei Apostel (um 15m)

dargestellt (Abb. 24).

Breit und behäbig sitzt die Heilige da, ein Urtypus deutscher Mütterlichkeit

und Hausfraulichkeit anno 1510; auf ihrem rechten Schenkel sitzt das Jesuskind,

 mit der Linken

umfaßt sie das langlockige

 Töchterchen

Maria, das in schlichtem

 langen Kinderrock

 neben ihr steht.

Die Breite des „gebende"

 und der ,

Schultern, das VOllC Abb. 280. Drei Apostel (um 151a)





Abb. 28a. Drei Apostel (um x5xo)




            
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