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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 3)

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Gesicht mit dem „Goderl" verstärken den Eindruck der hausrnütterlichen 
Behäbigkeit. Auch hier zeugt der Kopf der heiligen Anna von gründlichem- 
Studium des Modells, doch ist dieser Realismus stilvoller; auch die Gewand- 
behandlung bewegt sich in wenigen ruhigen Motiven. 
Auch der stehende Typus der heiligen Anna selbdritt ist vertreten in 
einer interessanten älteren (zirka 1480) Figur (Abb. 25) mit überschlanken 
Abb. 29. Die vierzehn Nothelfer 
Proportionen und mehr hieratischem als genrehaftem Gepräge (79 Zentimter 
hoch, aus St. Florian). Sie stammt ganz augenscheinlich von demselben 
Meister aus dem Kreise des Altars von St. Wolfgang wie die beiden 
charaktervollen, gleich hohen Rundliguren des heiligen Leopold und des 
Erzengels Michael. 
Rein genrehaft ist die Auffassung in dem jüngsten Exemplar unserer 
Typenreihe (wenn wir von Rokokogestaltungen, die auf ganz andern Vor- 
aussetzungen basieren, naturgemäß absehen) der berühmten, ungefaßten 
kleinen Gruppe aus Lindenholz (Innviertel), die eigentlich schon der Renais-
	        

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