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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 3)

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geschlossene Folgen von Reliefs auftreten, Serien von Arbeiten, die zu

ein und demselben Altarwerk gehörten und ihre stilistische Zusammengehörigkeit

 deutlich verraten, ein Umstand, der vor allem für das Herausarbeiten

 von künstlerischen Physiognomien wertvoll ist; und lassen wir

schließlich nicht außer acht, daß der allergrößte Teil der Schnitzwerke

noch in dem herrlichen Schmuck der alten Fassung und Vergoldung

prangt: so haben wir die

wichtigsten Momente angeführt,

 die es rechtfertigen, daß

hier zum erstenmal, wenn

auch nur zusammenfassend

und summarisch, auf diese

schöne Gruppe plastischer

Kunstwerke der

Spätgotik in Österreich

 hingewiesen

und eine Auswahl

davon in Abbildungenvorgeführtwird.



Die große Mehrzahl

 der Arbeiten

stammt. aus den

letztenjahrzehnten

des XV. und aus

den ersten Jahrzehnten

 des XVI.

Jahrhunderts. 1470

hatte Christoph von

Zelking den Bau

der Kirche von Käfermarkt

 begonnen,

die sechs Jahre

später konsekriert

wurde und damals

jedenfalls auch

schon den berühmten I-Iochaltar enthielt; 1481 ist der Flügelaltar von

St. Wolfgang datiert; aus dem Jahre I4gg stammt der wundervolle kleine

Flügelaltar mit der Meistersignatur S. W. (in den Kunstsammlungen des

Stiftes St. Florian), mit dem zwei der schönsten Reliefserien des Linzer

Museums stilistisch eng Zusammengehen; ein großes Relief mit der Darstellung

im Tempel (zusammengehörig mit einer Anbetung der Könige und einer

Heimsuchung, alle aus Stift Schlägl) weist die Jahreszahl 1503 auf; vier

Tafeln der Linzer Sammlung, die auf den Vorderseiten Reliefs mit je drei

Heiligen, auf den Rückseiten gemalte Kopien aus Dürers Marienleben















Abb. 3. Sieben Kirchenväter. Relief aus dem Kreise des St. Wolfganger Altars

(zirka 148a)

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