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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

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Stift entwickelte sich, durch viele Schenkungen und kluge Wirtschaft unterstützt,

 in der günstigsten Weise, doch kamen im Jahre 1445 durch den

Krieg zwischen dem Hause Habsburg und den Eidgenossen sehr schwere

Tage über das Stift. Im Jahre 1499 wurde das Kloster durch eine große Feuersbrunst

 in Asche gelegt und vollkommen zerstört. Kaum wieder aufgebaut,

Gel im Jahre 151g die Vogtei über Beinwil, nachdem die alten Vögte, die

Grafen zu Thierstein erloschen waren, an den Stand Solothurn, doch machte

der Bauernkrieg dieser geistlichen Niederlassung bald ein Ende. Im Jahre

158g wurden die Ruinen _von Beinwil vom Kloster Einsiedeln aus neu

besiedelt, doch konnte erst am 10. Mai 1633 wieder ein Abt von Beinwil



Abb. 13. Wappen von Marienberg aus Goswins Chronik, zirka 1360 (H, nal. Cm)

gewählt werden; es war dies Fintan Kieffer (1633-1675), der einundzwanzigste

 in der Reihe der Beinwiler Äbte.

Der Abtstab, den der erste Abt Esso vom heiligen Wilhelm von Hirsau

erhalten haben soll, war während der Kriegswirren in Verlust geraten und

konnte erst unter Abt Fintan wieder eruiert werden. Er befindet sich heute

im Besitze des Museums zu Solothurn.

Als die Herrschaft Rotberg von der Stadt Solothurn angekauft worden

war,war auch der zu dieser Herrschaft gehörige Wallfahrtsort Mariastein

an Solothurn gekommen. Mariastein zählt heute noch nächst Einsiedeln zu

den beliebtesten Wallfahrtsorten der deutschen Schweiz. Über diesen Ort

berichtet die Sage, daß im XIII. Jahrhundert ein Knabe von einer dort hoch

in den Felsen befindlichen Höhle in die Tiefe des Tales gestürzt sei, ohne

sich irgend erheblich verletzt zu haben. Dabei sei ihm die Gottesmutter

umgeben von vielen Engeln, erschienen und habe zu ihm gesprochen: „Von
            
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