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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

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Grün und mehre- 
ren lichtbraunen 
Tönen wirkt sehr 
angenehm. 
Die Farben- 
Zusammenstellun- 
gen von Andre 
Groult sind dies- 
mal etwas über- 
raschend: Korn- 
blumenblau mit 
Giftgrün, dazu das 
rötliche Palisan- 
derholz und eine 
ziemlich unruhig 
gemusterteWand- 
bespannung! Es 
liegt trotzdem so 
viel persönliches 
Talent in allen 
Arbeiten dieses 
Dekorationskünst- 
lers, daß man ihm 
auch diesmal seine 
Anerkennung 
nicht versagt, ob- 
wohl er schon 
viel Besseres ge- 
Ausstellung der modernen dekorativen Künste zu Paris. Ovales Boudoir von Paul leistet hat Der 
Follot (rechte Seite) 
Salon von Leon 
jallot gehört auch noch zu den sympathischen Räumen. Hier kommen 
viel Streifen in Anwendung, in den verschiedensten Breiten und Farben. 
Zwei Schattierungen von Violett, Lichtblau und Goldgelb vertragen sich 
ganz gut dank ihrer geschickten Disposition. Die Formen der Möbel sind 
ziemlich banal. 
Einen sonderbaren Eindruck macht der runde Salon von Lalique. Der 
Fußboden und ein Teil der Wandverkleidung sind aus mattweißem Steingut 
mit glasierten Inkrustationen in Graugrün, welche äußerst zierliche Efeu- 
ranken darstellen. Die Wände sind mit einigen Zeichnungen in Rotstift 
-medaillonartig geschmückt. Ausgeführt wurde dieser Raum von der Porzellan- 
fabrik in Sevres. Trotz unverkennbarer Originalität und künstlerischer Leistung 
muß man bemerken, daß in der ganzen Komposition etwas Unwohnliches, 
Unbehagliches liegt. In größeren Dimensionen gehalten, würde sich so etwas 
eher für einen Tempel oder ein prunkvolles Vestibül eignen.
	        
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