MAK

Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 4)

 
Ausstellung der modernen dekorativen Künste zu Paris. Kleiner Salon von Andre Grouh (rechte Seite) 
erwachsen kann. In dem Fall ist es eine Art Familieneigentum und Monopol, 
welches durch Generationen überliefert wurde. 
Künstlerische Schmuckgegenstände sind natürlich sehr vielfach vertreten. 
In erster Linie ist die Vitrine von Georges Deraisme zu erwähnen, in welcher 
alles von vollendet geschmackvoller Originalität ist. Von Paul Follot haben 
wir bereits gesprochen. Sehr geschätzt sind auch noch die etwas weniger 
zierlichen, aber sehr sympathischen, in" einfacheren massiven Formen gehal- 
tenen Schmuckgegenstände von Charles Rivaud. Feuillätre stellt diesmal 
nur seine kostbaren Dosen und Vasen aus Gold und Email aus. Besonders 
schön sind zwei Stücke mit Deckeln aus durchsichtigem Email. Die besten 
Vasen aus getriebenem und gehämmertem Metall sind von Bonvallet und 
von Jean Dunand. Diese beiden Künstler haben sehr schöne zweckmäßige 
Formenwahl getroHen. Die Keramik bietet nicht viel Neues für den regel- 
m äßigen Besucher der Pariser Ausstellungen. Hiermit will nicht gesagt sein, 
daß die berühmten Namen wie Lachenal, Decoeur und Andre Methey nicht 
würdig vertreten sind. Der Reiz der Ausstellung wird auch noch erhöht durch 
die Dekorationsmalereien von Jaulmes und die meisterhaften kräftigen 
Kohlenzeichnungen des bekannten Tiermalers Paul jouve. Die japani-
	        
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