MAK

Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 5)

' hältnismäßig 
Lackierer etc. etc. zur Durchführung gelangte, die alle in den angeschlagenen 
Ton einstimmen und dabei sehr viel aus eigenem glücklich anzubringen 
wissen, das zeigt einen hohen Stand der Schaffenden und ihrer Hilfskräfte. 
Man darf bei der Beurteilung dieser Werke nie vergessen, daß es sich um 
ein Konzert von Kräften handelt, die alle wohl vorbereitet und tüchtig, von 
einem gemeinsamen Zug erfüllt an ihr Werk herantraten und geeignet 
waren, das vom Architekten in großen Zügen gegebene Schema mit Leben 
zu erfüllen. 
So tüchtig die Bildhauer, so gewandt und sicher die Maler jener Tage 
waren, sie stellten sich willig in den Dienst der architektonischen Idee, der 
sie Plastik und Farbe zur Verfügung stellten. Der Dirigent blieb der Bau- 
künstler, der nicht in Verlegenheit kam, verständnisvolle Mitarbeiter zu finden. 
Es ist nur 
bei einer ver- 
lange dauern- 
den und un- 
unterbroche- 
nen Baulust 
möglich, daß 
ein so treff- 
licher Stab 
von Arbeits- 
kräften zu- 
sammenzuhal- 
ten war. Das 
Nachlassen 
der Bautätig- 
keit hatte un- 
weigerlich 
auch ein Aus- 
wandern der 
Kunsthand- 
werkerimGe- 
folge, das Ver- 
lierenvonFer- 
tigkeiten und 
Traditionen. 
Die auf- 
steigende Li- 
nie der Ent- 
wicklung der 
Baulust von 
Ferdinand III. Palais des Erzherzogs Friedrich, zweiter Vorraum (Wien)
	        
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