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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 5)

bis Karl VI. 
wird durch eine 
absteigende 
abgelöst, die 
unter Maria 
Theresia bis 
zu Kaiser 
Franz II. zu 
einer immer 
zunehmenden 
Strenge und 
Vereinfachung 
führt. 
In den Sä- 
len des Savoy- 
enschen Da- 
menstiftes tritt 
das Auflösen- 
de und Zer- 
fahrene der 
Rokokozeit be- 
sonders bei 
derStuckorna- 
mentik deut- 
lich auf, doch 
ist diese Art, 
die in Frank- 
reich und in 
einigen Teilen 
Deutschlands 
eine sehr wei- 
te Verbreitung 
genoß, in Österreich weniger eintlußreich geblieben. Die Traditionen der 
Fischer hatten eine lange Nachwirkung und machten erst einer ausgesprochen 
klassizistischen Neigung Platz, die schon unter Maria Theresia begann, unter 
Kaiser Josef und Kaiser Franz ihre Blütezeit erlebte und ernste, strenge 
Werke schuf, die heute wieder jene Schätzung erlangen, die man ihnen 
lange versagte. 
Es ist ein besonderes Verdienst des vorliegenden Werkes, daß sein 
Autor den Spuren des Klassizismus mit großer Liebe nachgegangen ist. 
Er hat das bisher so wenig gewürdigte Palais auf der Albrechtsrampe 
besonders ausführlich behandelt und auch aus dem Schlosse Frain eine größere 
Zahl höchst reizvoller Räume vorgeführt, die der Empirezeit ihre Entstehung 
verdanken. Auch aus dem Kriegsministerium konnte er ungemein charak- 
Palais des Erzherzogs Friedrich, Speisesaal, Detail (Wien)
	        
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