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Full text: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 6 und 7)

 
Friihjahrsausstellung österreichischer Kunstgewerbe. Kretonkissen, 
schwarz-weiß gestickt, von Milla Weltmarm 
Diese Unterweisung 
betätigt er aber sofort durch 
praktische Versuche, in- 
dem der Lernende seine 
Erfahrungen durch Zeich- 
nungen, plastische Arbeit, 
I-Iolz-, Stein-, Metallbear- 
beitung auszudrücken hat 
und sofort zum Gestalten 
geführt wird. 
Mannigfaltige Werk- 
zeichnungen undplastische 
wie gewerbliche Arbeiten 
zeigen dies. Am eindrucks- 
vollsten vielleicht das Pro- 
jekt der Verbauung einer 
Insel, die Erfüllung aller 
Lebensbedürfnisse eines 
kleinen städtischen Orga- 
nismus umfassend. Das 
Modell eines Kircheninne- 
ren ist Resultat gemein- 
samerArbeit mehrerer, welche dann sinnfällig einen einzelnenAufgabenkomplex 
heraushebt und löst. 
Die Art, wie sich das 
Naturstudium (Pro- 
fessoren Böhm, Ritter 
von Kenner) an diese 
allgemeine Vorberei- 
tung schließt, zielt auf 
die Absicht, das Fest- 
stehende in den Pro- 
portionen, im Bau der 
Organismen, in ihrer 
Bewegung einzuprä- 
gen und die Zufällig- 
keiten in der Abwei- 
chung von diesen all- 
gemeinen Grundge- 
setzen vor der Natur 
beobaohtenzulehren. 
Hierzuwerdenwieder 
alle Techniken der 
Zeichnung, Malerei 
 
Frühjahrsausstellung österreichi- 
scher Kunstgewerbe. Anhänger, 
Gold, mit Opalen, nach Entwurf von 
Regierungsrat Professor Josef Hoff- 
mann, ausgeführt von der Wiener 
Werkstätte 
 
Frühjahrsausstellung österreichischer 
Kunstgewerbe. Anhänger, Silber, ge- 
trieben. vergoldet, mit Korallen und 
Elfenbein, nach Entwurf von Professor 
Ern. J. Margold, ausgeführt von Oskar 
Dietrich
	        
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