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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 6 und 7)

sind aus demselben Geist heraus gestaltet und

stimmen darum auch nur dann in den modernen

Innenraum, wenn ein modernes Denken und

Empfinden in ihnen lebendig ist.

In jüngster Zeit greift die Gestaltungslust auch

energisch auf das Gebiet der Kleidung über. Die

menschliche Erscheinung muß dem Milieu angepaßt

 werden, das sich der moderne Mensch in

seinem Heim wie in seinen Vergnügungslokalen,

seinen Versammlungsräumen bereits geschaffen

hat. Von der reinen Zweckmäßigkeit schreitet man

auch hier zu künstlerischen und modernen Gestaltungsgrundsätzen

 vor.

Die ganze Schulbildung, die vorgeführt wurde,

weist auf diese soeben hervorgehobenen Ziele. Es Frühjahrsausstellung österreichiist

 eine selbstsichere Generation herangewachsen  äxfzägtätlfsäfiniläämäifgzi;

und die kommenden Generationen werden dies vonRegierungsralProfessor].Hoffin

 noch höherem Grade sein. Das Bewußtsein mßnn. ällsgefülgg;on I.QL.Loberreichter

 Selbständigkeit lebt in den Schaffenden

und feuert die Werdenden an. Es gibt kein Zurück mehr zu Unselbständigkeit

und Unfreiheit, es gibt nur ein weiteres Ausbauen, Fortentwickeln des einmal

Erreichten, ein Fortschreiten

 auf dem Wege, der

schon so klar vorgezeichnet

 und so gangbar geworden

 ist. Die stärkste werbende

 Kraft der Frühjahrsausstellung

 besteht wohl

darin, daß die Ziele aller

Ausbildung und aller praktischen

 Betätigung, die

treibenden Kräfte aller

schöpferischen Impulse und

die Arbeitsfreudigkeit aller

ausführenden Betriebe von

einem verwandten Geiste

beseelt sind, der unseren

Tagen, unserer Kultur, unseren

 Hoffnungen sein Leben

 verdankt, der unserem

Lebenswillen einen harmonischen,

 künstlerisch lebensfähigen

 und lebensfreu-





Frühjahrsausstellung österreichischer Kunstgewerbe. Blumen- _

schale, Kristall, von 1. a 1.. Lobmeyr digen Ausdruck verschafft.

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