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Volltext: Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 10)

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gebilden aneinandergeschlossen, denen großer ornamentaler Reiz innewnhnt. „Wo man 
die Natur packt, ist sie interessant." Man möge bei Betrachtung dieser Bilder aber das 
häßliche Wort Vorbilder vergessen, das der Titel des Werkes enthält. Es sind Anregungen 
welche vermittelt werden, aber niemals darf eine von den Naturkräften gebildete Form 
ohne Verarbeitung in ein Gebilde der Kunst übertragen werden. 
Es ist stets zu begrüßen, wenn das Walten der Natur in ihren schönsten Ausdrucks- 
formen dem Studium leichter zugänglich gemacht wird. Sehr zu bedauern wäre es aber, 
wenn damit eine Neigung zur Nachahmung gefördert würde, die jede künstlerische Selbst- 
bestimmung tötet. 
In der Hand reifer künstlerischer Kräfte hingegen wird diese Sammlung sicher nütz- 
liche Dienste leisten. ' 
RAG. WETTBEWERB. Das Komitee für die Förderung der Erzeugung und des 
Vertriebes von Fremdenaitikeln schreibt einen Wettbewerb aus auf eine Reise- 
erinnerung für Fremde an Prag, das Königreich Böhmen im allgemeinen, oder an seine 
einzelnen Landesteile. In erster Reihe wird ein vollkommen ausgeführter Gegenstand 
verlangt, es kann jedoch auch in einer deutlichen Zeichnung oder im Modell (in Wachs, 
Gips und dergleichen), der Gedanke zu solch einer Reiseerinnerung eingereicht werden, 
jedoch mit Angabe des Materials, der Größe und der Art der Durchführung. Die ein- 
gereichten Gegenstände müssen leicht und billig zu vervielfältigen sein und sollen eine 
geschmackvolle und eigenartige Erinnerung an Prag oder das Königreich Böhmen über- 
haupt, oder an seine einzelnen Landesteile bilden. Kopien von fremden Reiseerinnerungen 
sind ausgeschlossen. An dem Wettbewerb können sich in Böhmen ansässige Kunstgewerbe- 
treibende oder bei solchen beschäftigte Mitarbeiter beteiligen; ferner die nach Böhmen 
zuständigen Künstler und Absolventen sowie auch Schüler der k. k. Kunstgewerbeschule 
in Prag und der Gewerbefachschulen Böhmens. Die Preise für einen vollkommen aus- 
geführten Gegenstand sind folgende: ein I. Preis 400 K, zwei II. Preise zu 200 K, zwei 
III. Preise zu roo K. Die Preise für Entwürfe in einer Zeichnung oder im Modell sind 
folgende: ein I. Preis 200 K, zwei II. Preise zu IOO K, zwei III. Preise zu 80 K. Die Arbeiten 
sind längstens bis z. Mai 1913 an die Adresse „Kunstgewerbliches Museum der Handels! 
und Gewerbekammer in Prag 7 3XI." abzuliefern. 
TÜTTGART. HOFFMANN-AUSSTELLUNG. Das Landesgewerbemuseum 
in Stuttgart bereitet eine große moderne kunstgewerbliche Schau vor, die dem Professor 
an der Wiener Kunstgewerbeschule Josef Hoffmann gilt. 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM 30- 
USSTELLUNG FUR KlRCI-ILICHE KUNST. Ihre k. u. k. Hoheiten die 
Frauen Erzherzoginnen Maria Theresia, Isabella mit Töchtern, Frau Erzherzogin 
Gabriele und Alice, Erzherzogin Elisabeth, Tochter des Herrn Erzherzogs Josef, Frau Gräfin 
Bari und Ihre königlichen Hoheiten die Prinzen und Prinzessinnen August von Sachsen- 
Coburg haben am 12. v. M. die Ausstellung besucht. 
Ihre k. u. k. Hoheit die Frau Erzherzogin Marie Valerie hat am 12. v. M. die für 
Mariazell bestimmte Monstranze in der Ausstellung besichtigt und einen neuerlichen Besuch 
der Ausstellung in Aussicht gestellt. 
Ihre k. u. k. Hoheiten Herr Erzherzog ]osef Franz und Frau Erzherzogin Sophie und 
Ihre königlichen Hoheiten Prinz johann Georg von Sachsen mit Gemahlin und Prinz 
Christian von Sachsen haben am 14. v. M. nachmittags die Ausstellung besucht.
	        
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