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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 11)


Ausstellung für kirchliche Kunst. Nische für die Kirche zu Ebelsberg (Maler Leopold Forsmer und Bildhauer

W. Borrmaun)

Was an der Arbeit besonders erfreut, ist, daß sie, wie gesagt, streng

und ruhig wirkt, aber nicht hohl und schematisch, nicht unreif wie manche

primitiven Schöpfungen, nicht erstarrt wie greisig-byzantinische, nicht bloß

dekorativ, wie vielfach orientalische Kunst. Es lebt, wenn wir so sagen

dürfen, in dem Ganzen ein gedämpfter Individualismus.

Ungünstig bei der jetzigen Aufstellung ist, daß die Köpfe beschattet erscheinen

 und daher weniger mitsprechen als die Körper. Es ist eine sehr

verwickelte Reihe äußerer Umstände, die zusammen diesen Mißstand hervorgerufen

 haben; in der Kirche selbst, die zwiefaches hohes Seitenlicht hat,

wird sich dieser Mangel wohl nicht ergeben, und es werden auch die hier

fast zu zart erscheinenden Figuren etwas kräftiger wirken.

Der untere Teil des Mosaiks ist gleichfalls nach Andris Entwurf mit

reichem ansteigenden Rankenornament gefüllt, von großen einfachen Linien

und Farben.

Das Ganze verschmilzt so zu einem ruhigen, feierlichen Hintergrunde

für den Altar. Dieser tritt aber mit Recht als die Hauptsache hervor. Er ist ein

Werk des Architekten Holub, der sich hier bemüht hat, der Idee des Altars

recht klar zum Ausdruck zu verhelfen. Der Altartisch und das Tabernakel

bestehen aus bläulich-weißem Marmor, zum Teile mit eingelegten farbigen

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