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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 11)

gewählt wurden, damit nicht der Eindruck entstünde, diese

Form wäre eben nur in einer bestimmten Zeit üblich gewesen;

 sondern man hat vor allem auf den Schnitt und

die Bortenführungen Gewicht gelegt und gezeigt, wie sich

die einzelnen Typen auseinander und nebeneinander

entwickelt haben. Man erkennt so, daß auch auf diesem

Gebiete Entwicklung vorhanden war, daß es aber auch

Entgleisungen gab, wie besonders ein Stück aus den

sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts beweist. Dieses

Stück hat man nun, um nicht unglaubwürdig zu erscheinen,

mit wirklichen Borten der Zeit besetzt.

Übrigens werden ähnlich auch die Entwicklung des

Pluviales, der Dalmatica und der Alba vorgeführt. Eine

Serie von galvanoplastischen Kopien und Rekonstruktionen

zeigt weiterhin die Entwicklung der Monstranz aus der

alten Pyxis, um auch auf diesem Gebiete

 zur Erkenntnis des Wesens zu

gelangen, unabhängig von den Zufälligkeiten

 der Einzellösung.

Der Studienraum, der diese Gegenstände

 umfaßt, liegt etwas abseits,

außerhalb des geschlossenen Rundganges,

 um dem Studierenden mehr Qrlmgszsgtrügrfäl:

Ruhe zu gewähren. leuchter, entworfen

Soviel man erkennen kann, haben "m? 3mm A- m"

die weiten faltigen Meßgewänder be- 

reits wieder viele Freunde gewonnen.

Und auch bei den mehr zugeschnittenen Formen scheint

schon allgemeineres Verständnis dafür vorhanden zu

sein, daß man von dem schrecklichen Mittelstreifen

abkommen und den Dekor des Gewandes ruhiger verteilen

 müsse, um so wieder ein wirkliches Gewand zu

erhalten.

Der nächste Raum der Ausstellung ist mit Ausnahme

 zweier Vitrinen noch ganz der Textilkunst gewidmet.

 Ein Schrank umfaßt vier Meßgewänder, die

von einer österreichischen Dame Seiner Heiligkeit dem

Papste gewidmet und von diesem auch angenommen

worden sind. Sie sollen dem täglichen Gebrauche

dienen und durften daher nicht übermäßig kostbar

sein. Auch ist es begreiflich, daß für diese Verwen-





Ausstellung für kirchliche _ _

Kunsmaronzeleuchwr, dung nicht zu schwere Stoffe und leichte Borten ge-"Pmfk"

 v" 133"" A' wünscht wurden; doch mußten die Gewänder natürlich

Kxrstem, ausgeführt von

M. Snmassa in Laibach gediegen und feierlich sein. Wir glauben auch, daß

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