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MAK

Full text : Monatszeitschrift XV (1912 / Heft 12)

grünen Wald" den Holzaufsatz entlang gegen Theresiental führenden Straße gesucht und

war zu dem Schlusse gelangt, daß diese Erhebungen nicht geologischer Struktur seien.

Durch seine erfolgreichen Grabungen im verflossenen Sommer bei Leibnitz in Steiermark

ermutigt, entschloß sich Prof. Dr. Wimmer am 5. v. M. die erwähnten Hügel anzuschürfen.

wozu der Besitzer des Liersengutes die Erlaubnis erteilt hatte. Nach kaum zweistündiger

Arbeit war Dr. Wimrners Vermutung, daß es sich an der bezeichneten Stelle um eine

ausgedehnte Begräbnisstätte _ man zählt ungefähr 50 Grabhügel _ aus der Keltenzeit

handle, vollauf bestätigt.

Die gemachten Funde sind geeignet, allgemeine Aufmerksamkeit zu erregen, da sie,

urplötzlich Licht verbreiten über die Besiedlung der Gmundner Gegend in vorgeschichtlicher

Zeit; sie sind um so bemerkenswerter, als sie weit älter sind als die Funde der I-Iallstätter-Zeit

 und auf ungefähr 1400 Jahre vor Christus zurückgehen. Die Fundstücke bilden nun

eine Zierde des Gmundner Museums.

ARLSBAD. KÜNSTHALLE. Die Stadtgemeinde Karlsbad beabsichtigt den

Ausstellungssaal in der ihr gehörigen, neuerbauten Kunst- und Gewerbehalle an der

Goethe-Promenade zu Ausstellungszwecken zu vergeben, beziehungsweise zu vermieten.

Es wird nur auf die Ausstellung von Kunstwerken, Produkten des Kunstgewerbes oder der

Industrie, welche künstlerischen Wert besitzen, reflektiert. Nur solche Bewerber können

in Betracht kommen, welche eine in jeder Richtung einwandfreie Führung und die Schaustellung

 nur erstklassiger Erzeugnisse gewährleisten. Nähere Auskünfte erteilt der Stadtrat

Karlsbad.

I-EIIIPZIG. AUSSTELLUNG FÜR BUCHGEWERBE 1914. Der Plakatwettbewerb,

 den die Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik Leipzig

1914 veranstaltet hat, hat bis zum Einlieferungstermin rund 600 Entwürfe erbracht. Unter

den Entwürfen halten sich die reinen Schriitplakate mit den figürlichen Kompositionen

die Wage.

Von den Ausschüssen, denen die Organisation von Sonderausstellungen obliegt, hat

sich als erster der Damen-Ausschuß konstituiert. Dieser wird die Sonderausstellung „Die

Frau im Buchgewerbe" bearbeiten, und hierbei soll die Betätigung der Frau auf dem

gesamten Gebiete von Buchgewerbe und Graphik vorgeführfwerden. Diese Sonderausstellung

wird zeigen, wie sowohl die künstlerische wie die gewerbliche Betätigung der Frau auf dem

Gebiete des Buchgewerbes und der Graphik außerordentlich weit vorgeschritten ist.

' TÜTTGART. Eine deutschnationale Kunstgewerbeausstellung wird im Jahre xgxö

in Verbindung mit der aus Anlaß des 25 jährigen Regierungsjubiläums des Königs

geplanten allgemeinen württembergischen Landesgewerbeausstellung in Stuttgart stattfinden.



IEN. KONKURRENZAUSSCHREIBUNG. Die Direktion der k. k. Hofund

 Staatsdruckerei beabsichtigt die Herstellung neuer Druckschriften, und wird

hiermit zur Erlangung geeigneter Entwürfe eine allgemeine Konkurrenz ausgeschrieben.

Zum Wettbewerb werden Entwürfe österreichischer Künstler zugelassen, welche

eine als Grundlage zum Typenschnitt geeignete Buchschrift zum Gegenstande haben.

Die Schrift rnuß gut leserlich und im Charakter harmonisch durchgebildet sein.

Die Entwürfe sind in einem mit Motto versehenen Umschlag, geschlossen und versiegelt,

 bis längstens l. Februar 1913 bei der Direktion der k. k. Hof- und Staatsdruckerei in

Wien, IIL, Rennweg 12a, einzubringen und haben die Einsendungen zu enthalten: x. Ein

korrektes Bild der Buchstaben des großen und des kleinen Alphabets nebst den Umlauten

und der etwa beabsichtigten Lautverbindungen (Ligaturen), ferner die wichtigsten Akzente

im Zusammenhange mit dem Buchstaben, die Ziifem und die Interpunktionszeichen. Die

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