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Volltext: Industrie der Stein-, Thon- und Glaswaaren, Wiener Weltausstellung Heft 10

412 Gruppe IX. Industrie der Stein-, Thon- u. Glaswaaren. 
Die Cementfabrik von Elsner & Co. in Tarnowitz und die von 
C. H. Böcking & Dietsch in Malstadt bei Saarbrücken, die Port- 
landcementfabrik in Hirschberg und die Cementwaarenfabrik von 
Fr. Bass in Düsseldorf sind für ihre Umgegend von grossem Werth, 
weshalb auch F. Morbitzer in Puttna durch die Einführung der Ce- 
mentfabrikation in die Bukowina sich ein anzuerkennendes Verdienst 
erworben hat. 
Von englischen Fabriken hatten Cemente oder Cementwaaren ge 
sandt: J. C. Johnson & Co. in London, welche auch eine Maschine 
für Brechversuche mit ihrem trefflichen Fabrikat aufgestellt hatten, 
die WouldhamCementCompany, dieBourgh Castle Portland - 
Cement Company und A. H. Lavers in London. 
In Frankreich sind mehr natürliche hydraulische Kalke in Ge 
brauch und waren nur von Pavin de Lafarge in I iviere mattfar 
bige Cementplatten, und von P ont-Ol lio n-Nico let in Grenoble Mo 
saikplatten aus farbigem Cement eingesandt worden. 
In Italien besteht nur eine Fabrik für künstlichen Cement, die der 
Societä italiana clei Gimenti e delle calci idrauliche in Bergamo unter 
der Direction von Dr. P i c c i n e 11 i; die wenigen anderen beschäftigen sich 
mehr mit natürlichen, hydraulischen Kalken, so die unter der Direction 
von Fontana in Scandriano in der Emilia und die von A. Villa in 
Lecco. 
Aus Russland waren von den sehr bedeutenden Cementfabriken, 
namentlich von der von J. Tsekhanovsky in Gorodzetz, Gouv. Piotr- 
kow, Cement und Cementwaaren, von der Portland- und Romancement- 
fabrik von C. C. Schmidt in Riga und von P. Raache in Riga nebst 
Cement auch eine einfache und praktische Maschine zur Prüfung von 
Cement- und anderen Steinen ausgestellt worden. 
Auch Japan erkennt bereits die Nothwendigkeit der Cement- 
fabrikation und hatte durch das Kaiserliche Arsenal von Ju- 
kumske Proben davon eingesandt. 
Der Kreis der zur Cementfabrikation dienlichen Materialien und 
chemischen Stoffe erweitert sich allmälig. Wenn der Romancement 
im Wesentlichen als eine Kieselkalkfritte mit freiem Kalk und der Port- 
landcement als eine Kieselkalk-Natronfritte angesehen werden kann, so 
tritt bei der Anwendung der Dolomite auch die Magnesia in Mitwir 
kung, um einen sogenannten Weisscement zu bilden. Dahin gehör 
ten die sehrbeachtenswerthenProducteder ActiengesellschaftWeiss- 
c eine nt in Wien, von F. Walz in Pforzheim, welcher sehr hübsche 
Medaillons ausgestellt hatte, und die der Gesellschaft für hydraulischen
	        
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