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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 2)

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Vertiefungen und Blattwerk verziert, seine Kugel _am unteren Ende mit

Pfeifenornament versehen, am oberen durchbrochen.

Ich glaube, annehmen zu dürfen, daß die in Figur 4 und 5 abgebildeten

Porzellane zusammengehören, und zwar derartig, daß der halbkugelförrnige,

omamental durchbrochene, mit Palmettenabschluß versehene kleine Teil

mit Einschieben eines nicht mehr vorhandenen

 Zwischenstückes auf den reich

mit Rosen, Voluten, vier Wappenkartuschen

 und Engelsköpfen „belegten"

Fuß aufgesetzt gewesen war. Auf diese

Weise könnte dieses Gerät dazu dienen,

einen silbervergoldeten Kelch aufzunehmen.

 Daß ein solcher porzellanener

Kelchhalter nach Rom geliefert worden

war, wird ausdrücklich betont, und auch

nach Wien scheint dies geschehen zu

sein, wenngleich die mit Blei hinzugefügte

kurze Notiz hier nicht ganz klar sehen läßt.

Endlich haben sich noch eine größere

und zwei kleinere Kanontafeln oder

Rahmen zu den Evangelien, wie es in

beiden Aufzeichnungen heißt, erhalten,

während ein „Kredenzteller" mit zwei

kleinen Krügen und der zum Waschbecken

 gehörige Gießer, die wohl einmal

 zerbrochen sein mochten, nur in

Ergänzungen vom Wiener Porzellan vorhanden

 sind.

Den Hauptbestandteil des für die

Kaiserin Amalie bestimmten Geschenkes

sollten indessen, wie oben erwähnt, ein

Altar und die Figuren der zwölf Apostel

ausmachen. Außer den beiden nach Rom

geschickten Aposteln Petrus und Paulus

war hierzu in Meißen nichts vorhanden. Da

man sich mithin dafür erst die Modelle und Formen neu anfertigen mußte,

waren Arbeiten erforderlich, die bei der damals etwas unrationellen

Verwaltung längere Zeit in Anspruch nahmen oder - wie die für den Altar -

überhaupt nicht zustande gekommen zu sein scheinen.

Bei Augusts des Starken großartiger Planung, das Japanische Palais in

Dresden von oben bis unten mit Porzellan auszustatten, war das elfte

Zimmer des Obergeschosses als Kapelle vorgesehen gewesen. Kanzel,

Orgelpfeifen, ein 24 Ellen hoher Altar und die lebensgroßen Apostel

sollten aus mit Gold verziertem Porzellan bestehen oder damit umkleidet

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