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Volltext: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Mähren und Schlesien

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Vermuthlich ungarische Jmportwaare der jüngeren Bronzezeit ist in dem kleinen 
Depotfunde von Gurschdorf bei Friedeberg (Sichel, Palstab mit dünnen Seitenleisten, 
zwei Hohlcelte und eine Fingerspirale) zu erblicken. 
Mit der Aufnahme des Eisens, das in Schlesien frühzeitig eine selbständige 
Erzeugungsstätte fand, betritt unser Land die Hallstattperiode, jenes wichtige Cultnr- 
stadium, das sich durch das allgemeine Bekanntwerden des Eisens charakterisirt und seine 
höchste Ausbildung in den Ländern südlich der Donau erfuhr. An Kostbarkeit der Bronze 
gleich geachtet, wurde neben derselben das Eisen zu Beginn dieser Culturperiode oft 
auch zu Schmuckgegenständen verarbeitet. So fand es sich in Gestalt zweier Kopfnadeln 
mit einem Ohrring, einer Fingerspirale und den Bruchstücken eines gedrehten, sowie 
Funde von Groß-Ellgoth. 
mehrerer glatter Armringe aus Bronze in jüngst entdeckten Flachgräbern bei Kr euz e nd orf, 
deren sonstiger Inhalt sich dadurch kennzeichnete, daß zwei übereinander gestürzte 
Schüsseln oder eine mit einer Schüssel überdeckte, den neolithischen ähnliche Urne die 
Asche des Verstorbenen barg und drei bis vier einhenklige Schalen das Aschengefäß 
umstanden. Interessant ist das Randstück einer Schüssel mit eingeschnittenem Mäander, 
welchem als sonst übliches Ornament das Dreieckband und die Zickzacklinie gegenüberstehen. 
Aus ähnlichen Gräbern der älteren Hallstattcnltur dürften die wenigen Gefäße von 
Groß-Ellgoth bei Teschen stammen. 
Um weniges jüngerer Hallstattzeit, vielleicht dem VI. und V. Jahrhundert v. Ehr. 
gehört das ehemals weit ausgedehnte, bereits zerstörte Gräberfeld an der Ostseite der 
S ch ellenburg (Burg Lobenstein) nächst Jägerndorf an, deren Wattanlage sich zum Theile 
auf den vorgeschichtlichen Überresten einer eigenlhümlichen, mit der Gräberstätte zeitlich
	        
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