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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 4)

252



als Trauzeugen eines seiner Angestellten, des Porzellanfabrikanten Lucas

Golatschik aus Järmer in Böhmen (Nr. 7943). Bei seiner zweiten Trauung

in demselben Jahre sind Zeugen die Porzellanmacher Josef Stäner und

Johann Gusenbauer (Nr. 7944). Der Porzellanmaler Franz Josef Klinger aus

Gmünd in Niederösterreich kommt 1738 (Nr. 9409) und 1746 (Nr. 8016 und

9419) vor. In den Jahren 1738, 1743, 1745 und 1746 wird der Maler Anton

Lacher erwähnt (Nr. 8002,

13494, 13884, 14037, 14088)."'

Der „Kunstmaler der kaiserliehen

 Porzellanfabrik Franz

Lemercier von Hamburg aus

dem Holsteinischen" heiratet

1730 (Nr. 7483).

Zu den ältesten Angestellten

 scheint der Kunstmaler

 Johann Mayer von

Dätendorf in Österreich gehört

 zu haben, der 1720 heiratet

 (Nr. 7931) und 1737 sowie

1745 vorkommt (Nr. 7541

und 9418). Nach einer N0-tiz

 aus der kaiserlichen Zeit

war er noch 1760 in der

Fabrik als einer der ältesten

Blaumaler (Folnesics und

Braun, Seite 70).

- Auch über den aus

Meißen gekommenen Maler

Christian David Pusch"

(Busch) erhalten wir willkommene

 Nachrichten. Er

Alte Goldschmiedearbeiten aus schwäbischen Kirchenschätzen. War Ende  aus Sach"

ReliquienkästchenvonEriskirch,Wien,ersteHälftedesXIVJahr- Sen gekommen, hatte das

hundem Pmmk' Tat vn Glaubensbekenntnis bei dem

Metropolitanprediger Peter Antoni Staudinger S. J. am z. September 1746

abgelegt (war also vom Protestantismus übergetreten) und war der Sohn des

Porzellan-Offiziers Johann Gottfried Pusch zu Meißen in Sachsen; er heiratet

im Februar 1747 (Nr. 9420).

Die von Folnesics (Seiten 117, 217) mitgeteilten Daten über den Maler

Ignaz Rabel (Räbl) müssen nach den Exzerpten Haideckis revidiert werden.

" Über Lacher, der seit 1724 in der Fabrik war, siehe Folnesies undBraun, S. 11, 60. Er ist sicher identisch

mit dem bei Haidecki angeführten Porzellangesehirrrnaler Anton Mlacker (oder Mlocher) aus Triest, der 1730

heiratet (Nr. 8308) und 1731 ein Kind begräbt (Nr. 13041) und dem Anton Vlacher (1730 genannt). Die Orthographie

 ist in den Matriken eine sehr schwankende und willkürliche.

"W Vgl. Folnesics-Braun, S. 59, mit weiteren Literaturangaben.
            
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