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Full text: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 8 und 9)

-denken. In der Nürn- 
„gießen" nur von dem 
flüssigen Metall gesagt 
sein kann) „in Model 
gegossen", muß also 
dem Begriff von Plastik, 
der bereits in dem 
Worte „Bilder" liegt, 
noch einen ganz spe- 
ziellen Sinn geben. Es 
ist wohl am ehesten 
an Porträtmedaillen zu 
berger Goldschmiede- 
ordnung vom Jahre r 535 
heißt schon allein „Pild 
giessen" so viel wie Por- 
trätrnedaillen arbeiten. 
Neudörffersetzt noch, 
um ganz deutlich zu 
sein, den Ausdruck „auf 
antiquitetische Art" hin- 
zu, der sich etwa mit 
„dem von der Renais- 
sance nachgeahmten 
Beispiel der klassischen 
Antike entsprechend" 
umschreiben läßt. So 
spricht Rivius in seiner 
Architektur, deren Kor- 
fekfllfbogen Neudöfffef Abb. 5. Wappen des Leopold von Heyperger, Radierung von Augustin 
zur Zeit der Nieder- mmhvogü 
schrift der „Nachrichten" vorlagen," von Urnen oder Vasen nach „Anti- 
quischer monier der Bocal, begrebnus gefäss", und I-Iirschvogels Freund 
Jakob Seysenegger braucht die Wendung im Jahre x 535 in diesem Sinne, 
indem er ein eigenes Ge- 
mälde beschreibt: „Auff 
der seiten zwo colon mit 
iren capiteln und posta- 
menten, darauf ein zwi- 
fachs gesimbs und zwi- 
schen dem gesimbs ain 
merbelstain auf die anti- Abb. 7. Siegel Augu- 
Abb. 6. Medaille von Matthea Gebel auf den atin Hirschvogels 
Frankfurter Schultheiß Halle: (London, Briüah ' Vgl. Bergau in d. Allgem. (Sammlung Rosen- 
Museum) Deutsch. Biographie XXIII, S. 48:. heim, London) 
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