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Volltext: Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild: Ungarn, Band 6

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neuen, anderthalb Jahrhunderte währenden Epoche Siebenbürgens, der sogenannten 
Gubernialepoche. Später erließ Leopold, auf Grund von Punkt 3 dieses Diploms, 
um die Gravamina der Katholiken und Sachsen zu beheben, noch zwei Ergänzungs 
diplome. Dazu kam ferner die Hlvineiaira r68olrckio vom Jahre 1693. Auf diesen vier 
Diplomen baute sich die Rechtsstellung des gubernialen Siebenbürgens bis 1848 auf. 
„Siebenbürgen kehrt zur heiligen Krone zurück, von der es durch das neidische 
Schicksal und die Verwegenheit Einzelner losgerissen wurde", so kennzeichnet das 
Leopoldinische Diplom das staatsrechtliche Verhältniß des den Habsburgern zngefallenen 
Das einstige Gebäude des siebe,ibürgischen Guberninms zu Klausenburg. 
Fürstenthumes Siebenbürgen zum Mutterstaate. Nichts destoweniger hielten die Könige 
aus dem Hause Habsburg Siebenbürgen als besonderen Organismus aufrecht, obwohl 
sie den Rechtstitel der ungarischen Krone auf dieses Land gesetzlich anerkannten 
(1741: G.-A. XVIIl, 1792: G.-A. II). Königin Maria Theresia, die diese hervorragende 
Perle der ungarischen Krone auszeichnen wollte, erhob 1765 das Fürstenthum 
Siebenbürgen, „dessen Fürsten in älterer Zeit den Titel Herzog geführt hatten", zum 
Range eines Großfürstenthums, und zwar so, daß es unter ihren Titeln gleich nach 
Burgund und den österreichischen Erzherzogthümern folgen solle. Allein diese Rangerhöhung 
änderte nichts an der naturgemäßen, durch historische, staatsrechtliche und geographische 
Gesichtspunkte geforderten vereinheitlichenden Tendenz des Gebietes der ungarischen Krone. 
Ungarn VI.
	        
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