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Full text: Monatszeitschrift XVI (1913 / Heft 10)

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und Aufführungen aller Art und gleichzeitig für Ausstellungen im weitesten 
Sinne geeignet wäre, und seiner Phantasie ist nichts als eine Riesenüber- 
dachung von unbegrenzten Verwendungsmöglichkeiten vorgeschwebt. Die 
Universalität der Zwecke hat aber, als man daran ging, sie praktisch zu 
erproben, ins Gegenteil umgeschlagen, sie hat die Zweckmäßigkeit nach 
jeder Richtung hin untergraben. Zunächst erwies es sich als undurchführbar. 
die historische Ausstellung, wie man ursprünglich wollte, in die Peripherie 
des Gebäudes, in den äußeren Ring zu verlegen und sie ringsum durch 
Ausstellung zur Jahrhundenfeier der Befreiungskriege. Raum 2: Die preußische Königsfamilie 
radiale Verbindungen zu unterbrechen, die nach der Mitte, dem großen Fest- 
und Versammlungsraum, streben. Das war, nachdem man zweiundeinhalb 
Millionen ausgegeben hatte, eine große Enttäuschung. Um den Riesenraum 
nicht unbenutzt zu lassen, wurde in der Mitte ein provisorischer Einbau, ein 
Amphitheater, errichtet, in dem durch kurze Zeit das I-Iauptmannsche Fest- 
spiel aufgeführt wurde. 
Die Halle mit ihrem Sparrenwerk aus kolossalen, gegossenen Rippen 
erwies sich dabei zwar als leidlich akustisch, aber wer wollte leugnen, daß 
in der armseligsten Dorfkirche dem Zusammenwirken der Künste beim 
Gottesdienste mehr Rechnung getragen ist als hier, wenn etwa große musi- 
kalische Aufführungen veranstaltet werden. Ohne solchen Einklang wird 
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