MAK

Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 1)

Das Speisezimmer von Paul Huillard hat einen gewissen ländlichen 
Schick. Es ist nichts Auffallendes daran und der angenehme Eindruck, den 
es macht, ist der geschickten Farbenzusammenstellung und den vorzüglich 
gearbeiteten Möbeln zu verdanken. 
Bei Maurice Lucet (Speisezimmer mit weißlackierten Möbeln) könnte 
man manches aussetzen, insbesondere, daß hier die Einigkeit im Zusammen- 
wirken der verschiedenen Dekorationsmotive vielfach zu wünschen übrig 
läßt. Das Boudoir, welches Majorelle für eine Schriftstellerin und 
Pariser Herbstsalon. Boudoir von Majorelle 
Künstlerin zusammengestellt hat, entspricht allen Anforderungen einer 
modernen Einrichtung. Von besonders guter Wirkung ist hier die Sofa- 
nische mit der Bibliothek sowie das Wandgemälde auf einer gewölbten 
Fläche und dessen Beleuchtung durch eine unsichtbare Lichtquelle. 
Von Andre Mare, der vor keiner Kühnheit in den Farbenzusammen- 
Stellungen zurückschreckt, erwartete man etwas Sensationelles. Sein kleiner 
Salon ist auch diesmal entschieden exzentrisch: achteckig in der Form, die 
Gemälde (?) und Reliefs von kubistischer Machart. Die Wände sind mit 
dunkelrotem Brokat bespannt, die Möbel hingegen mit einem grellblau und 
hochroten Muster überzogen. Die Tische sind entzückende kleine Möbel 
aus Edelhölzern mit kostbarer eingelegter Arbeit. Auch der Teppich ist in
	        
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