MAK

Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 3)

durch realistische Kinderiiguren von der Ostseite sehr vorteilhaft bekannt ist, 
hat durch ihre „Weiße Sklavin" das soziale Gebiet in einer vertieften Auf- 
fassung betreten. Zum erstenmal sah man kleine Statuetten von Edith Myers, 
der Gattin des erwähnten Malers Jerome Myers. Und noch manches andere 
Talent, das vorher 
im Verborgenen 
geschaffen hatte, 
brachte diese Aus- 
stellung zum Vor- 
schein. 
Von den re- 
gulären ]ahresaus- 
stellungen können 
wir die Ausstel- 
lung des Newyor- 
ker Water Color 
Club diesmal ganz 
übergehen. Sie ent- 
hielt sehr viel Mit- 
telmäßiges und 
hatte keinen origi- 
nellen Charakter. 
AlleMalervonBe- 
deutung, die ver- 
treten waren, ha- 
ben auch zu den 
beiden Ausstel- 
lungen der Aca- 
demy of Design 
oder der Water 
ColorSocietyähn- 
liche Werke bei- 
gesteuert. 
In der Win- 
terausstellung der 
Academy of De- 
sign wurde der 
j. Aldrich Weir, Damenporträt 
Camegie-Preis, der dem besten Gemälde zufallen soll, E. Irving Couses Bild 
„Making Pottery" erteilt, das eine Indianerin darstellt, die Töpfereien anfertigt. 
Es war ein recht hübsches Bild, aber doch herzlich unbedeutend, wenn man es 
auf diese Auszeichnung hin betrachtete. Die Herren Preisrichter dachten merk- 
würdigerweise anders. Den Proctor-Preis, für das beste Bildnis bestimmt, 
bekam William Merritt Chase für ein Damenporträt. Chase ist ja immer ein 
virtuoser Porträtmaler, aber ich habe viele Bilder von ihm gesehen, die mir
	        
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