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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 4)

Altjonischer Tcmsarg





IEN. ZUWACHS DER KAISERLICHEN KUNSTSAMMLUNGEN

IM JAHRE 1913. Unter dern Zuwachse der ÄGYPTISCHEN SAMMLUNG

zeichnet sich die Auswahl wichtiger Fundstücke, welche die Grabungen der Wiener

kaiserlichen Akademie der Wissenschaften auf mehreren Feldern (in Turati bei Kairo,

bei der großen Cheops-Pyramide dortselbst, in El Kubanieh und in Ermenne und Toschke]

zutage förderte, durch besonderen Kunst- und Geschichtswert aus. Zu den hochbedeutsamen

 Funden, welche bereits im Jahresberichte pro 1912 (siehe Jahrg. XVI, Seite 263

dieser Zeitschrift) flüchtig besprochen wurden, gesellte sich eine stattliche Reihe neuer, die

zunächst nur provisorisch aufgestellt werden konnten und deren eingehendere Besprechung

einem späteren Zeitpunkte vorbehalten bleiben muB.

Durch Ankauf gelangten an die ägyptische Sammlung ein ungewöhnlich großer Scarabäus

aus der Zeit Amenhoteps III. mit einer interessanten Inschrift biographischen Inhaltes und ein

Uschepti-Figürchen aus glasierter Fayence von selten feiner Ausführung.

Unter den Neuerwerbungen der SAMMLUNG GRIECHISCHER

UND RÖMISCHER ALTERTÜMER nimmt ein Paar goldener Arrnringe

die erste Stelle ein. Sie stammen aus der antiken Ansiedelung Viminacium

bei Kostolaö am serbischen Donauufer und sind Grabbeigaben von höchst

eigenartiger Technik und Verzierung, welch letztere auf die Zeit der

Wende des XII. und IV. Jahrhunderts nach Christi weist. Etwa derselben

Epoche gehört ein kleines Glas auf

Goldgrund an, das bei Plevlje im Sandschak

 Novibazar gefunden wurde. Es

stellt ein schreitendes Pferd dar, dem

sein Name „Beatus" beigeschrieben ist

und das durch den daneben angebrachten

 Palmzweig als Rennpferd gekennzeichnet

 ist. Das Objekt dürfte einst als

Schmuckstück gefallt gewesen sein.

Schon den Ausläufern des antiken Kunstgewerbes

 ist ein prachtvoller, vollkommen

 intakt erhaltener Napf aus buntem

Glase zuzuzählen, der im Handel erworben

 wurde. Das Stück ist in eigenartiger,

 koloristisch wirksamer Weise

gearbeitet. Diese sehr seltenen Gläser

sind im byzantinischen Orient, Syrien

oder Ägypten, wahrscheinlich im VI.

Büstchen des Dionysos oder VII. Jahrhundert entstanden, und USChepti-Figürchen


            
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