MAK

Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 4)

Von den Erwerbungen der KAISER-' 
LICI-IEN GEMÄLDEGALERIE sind an 
erster Stelle zwei hervorragende alt- 
niederländische Bildchen zu nennen, 
Täfelchen von der Hand des am Hofe 
Isabellas der Katholischen tätigen nieder- 
ländischen Malers Juan de Flandes, 
dessen Werke zuerst Karl Justi zusam- 
mengestellt hat. Die beiden Bilder, die 
Kreuztragung und die Annagelung Christi 
an das Kreuz darstellend, gehören zu 
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Diclrtaler Kaiser Maximilians l. 
einer Folge von mehr als vierzig Illustrationen zur Passion Christi und dem Leben 
Mariens, die, ursprünglich für die Gönnerin des Künstlers, Isabella die Katholische, gemalt, 
später zum größten Teil in die Sammlung Margarethas von Osterreich, der Tochter 
 
Medaille auf die Feier des Konstantinischen Edikts (S. Melchiades) 
Maximilians I., in Mecheln gelangten, wo sie Dürer 1521 sah und ihre feine Ausführung 
bewunderte („bei 40 kleiner Täfelein von Olfarben, dergleichen ich von Reinigkeit und Gut 
dazu nie gesehen hab"). Von dieser Serie, die auch für die Geschichte der Kunstbestre- 
bungen des Hau- 
ses Habsburg ein 
großes Interesse 
hat, befinden sich 
heute fünfzehn 
Stücke im Escu- 
rial,ferner je eines 
in der Londoner 
National-Gallery 
und in Apsley 
House, zwei in der 
SammlungdesDr. 
Eduard Simon in 
Berlin, zwei wei- 
tere befanden sich 
vor Jahren in der 
 
Medlille auf die Vermählung des Prinzen von Cumberland (R. Placht) 
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