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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 4)

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Sammlung des Fürsten Fondi in Neapel. Die beiden

Stücke, welche die kaiserliche Galerie aus dem Pariser

Kunsthandel erwerben konnte, sind zwei aufeinanderfolgende

 Stücke der Serie und gehören - ganz

besonders die glänzend erhaltene und koloristisch sehr

feine, reiche Darstellung der Annagelung an das Kreuz

- zu den vollendetsten der ganzen Serie; sie fügen

sich vorn-efllich dem reichen Bestande der kaiserlichen

 Galerie an Werken der altniederländischen

Schule ein. Den Gemälden der englischen Schule des

XVIII. Jahrhunderts, die im vorigen Jahre erworben

worden waren, reihen sich zwei neue an: ein feines,

in der etwas skizzenhaften Ausführung besonders

intim wirkendes Porträt eines sinnenden jungen Mädchens

 von Josuah Reynolds, und eine überaus stimmungsvolle,

 fein abgetönte Landschaft von Thomas

Gainsborough, der auch als Landschaftsmaler eine

außerordentlich hohe, entwicklungsgeschichtlich sehr

wichtige Stellung einnimmt.

Aus der Alt-Tiroler Schule, von der die Galerie

bis vor kurzem noch keine Vorstellung zu geben vermochte,

 wurden, nachdem in den beiden vorhergehenden

 Jahren zwei Altarwerke aus dem Kreise

Michael Pachers, die Madonna von Uttenheim und

Müdnmalas mit pomä, Km," Josefs m das Triptychon mit der heiligen Dreifaltigkeit, in die

Galerie gelangt waren, im Jahre 1 9 x 3 zwei koloristisch

und kompositionell höchst interessante Flügel eines Altars des heiligen Laurentius,

von dem einige andere die Münchner Pinakothek besitzt und der olTenbar aus der Werkstatt

 Michael Pachers selbst stammt, aus Privatbesitz bei Bruneckerworben. Dadurch

wurde die Vertretung der Tiroler Schule in der Galerie wesentlich abgerundet. Aus

der österreichischen Schule kamen außerdem acht vorzügliche, durch helle Färbung,

kraftvolle Malerei und eigenartige Komposition ausgezeichnete Skizzen zu Deckenbildern

von dem ausgezeichneten Barockmaler A. F. Maulpertsch, eine sehr feine Städteansicht

von dem jüngeren Brand, die diesen Meister von einer neuen Seite zeigt, eine flüchtige,

aber interessante Skizze von Heinrich Füger zu seinem großen Bilde „die Ermordung der

Virginia" im Museum zu Stuttgart, und endlich als Widmung der Baronin Marie Pasetti

aus dem Nachlasse ihrer Mutter Marie Schwartz von Mohrenstern ein vornehm wirkendes,

in der weichen malerischen

 Behandlung

anmutigesrnännliches

Bildnis von dem älteren

 Lampi in die

Sammlung.

Die PRÄHI-STORlSCI-IE

 SAMM-LUNG

 DES NATUR-HISTORISCHEN



MUSEUMS erhielt im

Jahre 1913 29 Posten

 prähistorischer

Funde, die zum Teile

für die Urgeschichte Reitertxler Kaiser Ferdinand: I.


            
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