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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 5)

1;)"

mit einem monumentalen

 Brunnen ausgestattet.

 Er konnte dadurch

den Anspruch erheben,

ein besonderer Freund

und Gönner gerade dieses

 Zweiges künstlerischer

 Betätigung zu

seinfk Die Geschichte

des Hofbrunnens auf

dem nördlich vom Dom

gelegenen, dem Residenzplatz,

 den Georg

Andreas Boeckler in seinem

 Brunnenbuch von

1664 den „schönsten und

grössesten in Teutschland"

 nennt, hat Friedrich

 Pirckmayer vor einigen

 Jahren festzustellen

 unternommenfi die

Wasserleitung wurde

r656 bis 1659 hergestellt,

 der Aufbau 1658

bis 1661 vollendet. Welchen

 Anteil aber Giovanni

 Antonio Daria,

der angebliche Erbauer

und Bildhauer des Brun-Abb.

 7. Marktbrunnen nensv an dem Werke

hatte, ist dunkel und unklar

 geblieben; aus den von Pirckmayer veröffentlichten Archivalien ergibt

sich weder, daß der Gesamtentwurf von Daria herrührt, noch auch, daß

dieser als der Bildhauer des prächtigen Werkes gelten kann. Der Wortlaut

' Das größte zeitgenössische deutsche Brunnenbuch, des Georg Andreas Boeckler „Architectura Curiosa

Nova" (Nürnberg, bei Paulus Fürsten, Kunsthändler, 1664), ist dem Erzbischof Guidobald gewidmet. In der Dedikation

 heißt es: „Daß E. hochf. Gnaden ein wohlgeneigter Liebhaber und besonders großer Patron der ädlen Bauund

 Wasserkunst seyen, ist nicht allein gleichsam weltkiindig und denen, die sich in dergleichen Kunstübungen

delectirn, fast allenthalben wohl wissend; sondern es bewährt es auch die That und der hochrührnliche etTect

selber, in dem E. Hochf. Gnaden vor wenigen Jahren ein solches Kunstgebäu und Rlrtreffliche Lustbronnen in

dero Filrstlichern Land und Gebiet zuwerk richten lassen, daß man in ganzem Europa, weit und breit zu dero

Hochf. Gnaden nicht geringem Preiß mit Verwunderung darvon redet und rühmet, wie solches ohne mein Vermelden

 am hellen Tage und von männiglich bezeuget wird." Der Erzbischof bezeugte sein Interesse an dem

Werke dadurch, daß er dem Verfasser zwei Zeichnungen nach Salzburger Brunnen zukommen ließ, die als

Blatt 85 und 85 in dem Buche reproduziert sind. Ich verdanke den Hinweis auf dieses Buch Herrn Dr. Franz

Martin in Salzburg.

"f Friedrich Pirckmayer, Giov. Ant. Daria. in Notizen zur Bau- und Kunstgeschichte Salzburgs, Salzburg

1903, 106 lT.
            
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