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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 5)

Händen (Höhe 340 Millimeter, die viereckige Fußplatte II 5 : 130), Die Rückseite

 dieser köstlichen Gestalt ist unbemalt geblieben.

Ebenfalls Potsdam zugehörig, aber nicht so charakteristisch und

stumpfer in den Formen ist die kleinere stehende Chinesin, die ihre Arme

vor der Brust kreuzt. Über ihrem Untergewand liegt ein blau-gelb geblumter

Überwurf (Höhe 265 Millimeter).

Zu den in Deutschland unter holländischem Einüuß entstandenen

Arbeiten gehört dann eine männliche Gestalt, stark zurückgelehnt, halb auf

einem grünen Baumstumpf sitzend, das linke Bein ein wenig ungeschickt

über das rechte gelegt, um sich behaglich die ausgestreckten Hände über

einem Feuer zu wärmen. Die blaue Glasur der aufgeschlagenen Pelzkappe,

des Gesichtes und der Hände, der manganfarbene pelzverbrämte offene

Rock, die gelbe Kniehose in hohen Stulpen sind farbig nicht eben gut

geraten. Feiner ist die Arabeskenzeichnung des profilierten Sockels, der vor

dem Manne steht, und die korbartige Schüssel darauf, aus der die Flammen

aufsteigen (Gesamthöhe der Figur 300 Millimeter). Diese volkstümliche,

Herrn Dr. Catzenstein in Hannover gehörige Arbeit, die wir nebst andern

Brinckmann in Hannover zu verdanken hatten, ist unbezeichnet und gehört

als „Winter" vielleicht zu einer Gruppe der Jahreszeiten; darauf scheint

die Haltung des Frierenden zu deuten.

In demselben Besitze befindet sich eine ebenfalls

 unbezeichnete weibliche Gestalt, auf viereckigem

 Sockel stehend, in blauem Überwurf, der

Brust, Arme und Füße frei läßt. Die in Form und

Farbe gleich flüchtig behandelte Figur, die ihre

viel zu große rechte Hand an die Brust preßt,

mißt 255 Millimeter Höhe.

Noch deutlicher erinnert an den holländischen

trinkfesten Bauernhumor der aus demselben Besitze

 ausgestellte Vexierkrug in Gestalt eines

sitzenden Mannes, dessen grüner Hut oben offen

ist. Seine langen Haare sind manganfarben, der

lange Bratenrock blau, dessen Knöpfe und die

Kniehose gelb. Diese derb spaßhafte Erscheinung

ist durch einen aus ihrem Rücken aufsteigenden

Henkel als Trinkgefäß gekennzeichnet und trägt

auf der Unterseite die blaue Marke Q (Höhe

265, Durchmesser 140 Millimeter).

Auch ein Türke (Höhe 250 Millimeter),

ebenfalls in der Sammlung Dr. Catzenstein,

gehört hierher. Er ist unbezeichnet und in

der Modellierung und Glasur - gelber

Lakai, hyenm Potsdam (Museum in Turban, blaue Jacke, manganfarbiger Rock,

Halle an a" Saale) grüner Sockel - nicht bedeutend als Kunst-


















            
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