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Full text: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 6 und 7)

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mit ausgespar- 
ten Nischen; und 
in den Nischen 
stehen verteilt 
nach einem ein- 
heitlichen Pla- 
ne die Skulptu- 
ren. Die stren- 
ge rechtwinkli- 
ge Anordnung 
derBaumreihen 
und der tektoni- 
sche Charakter 
ihrerKronen er- 
leichterten ein 
solches System, 
das auf die bei- 
den Hauptach- 
sen des Gartens 
orientiert ist. Am 
Ende der kur- 
zen, dem Ein- 
gangstore mit 
zweiherrlichen, 
spielende Kind- 
chen tragenden 
Katzentieren, ei- 
nem Silberlö- 
wen und einem 
Leoparden, ge- 
__ _, _ A _ genüber: der 
Ausstellung der Darmsladter KUDSÄLCÄÜSÄOIQIC. Professor Heinrich jobst, Brunnen im Brunnen streng 
u . Bronze v 
undschlichtauf- 
gebaut, mit sitzenden Löwen und der Bekrönung dreier weiblicher Gewand- 
Flguren; ihm zu Seiten in den Nischen der Längswand sieben Einzeltiguren 
von Krugtragenden. Am westlichen Ende der Längsachse - dem Musik- 
tempel entsprechend - die Gruppe der sterbenden Mutter. An den Ecken 
der beiden Schmalwände endlich die vier Reliefs vom Wasser als Lebens- 
symbol. 
Ein großer Grundgedanke durchzieht diese einfachen und monumen- 
talen Gebilde: „Werden und Vergehen", in der Gestalt der Mutter, die 
sterbend ihrem Kindchen das Leben schenkt, sinnfällig, ergreifend ver- 
körpert - der Kreislauf des Irdischen, das von der Geburt an zu welken 
bestimmt iSt und ÖOCh Sieh ewig verjüngt, sich unaufhörlich erneut: das ist
	        

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