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MAK

Full text : Monatszeitschrift XVIII (1915 / Heft 6)

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Soldntenfriedhof einer Stadt. Entwurf Schulz Tessenow, Franz Schuster aus Wien

In den Kriegsdenkmalen wird also etwas Übersinnliches, über der

Natur des einzelnen Stehendes ausgesprochen. Sie dürfen daher nichts vom

Alltäglichen an sich haben. Das Übernatürliche, Übersinnliche verlangt

nämlich einen Maßstab, der unter keinen Umständen der Maßstab jener

Dinge ist, die in unmittelbarer Berührung mit dem Menschen und seinem

täglichen Leben stehen, wie Haus und Gerät. Der Maßstab des Denkmals

ist der Maßstab der Natur; ihn zu bestimmen und zu linden, ist die Aufgabe

des Künstlers. Es ist der schwierigste und der verantwortungsvollste Teil

seiner Tätigkeit. Nicht die Form an und für sich gibt den Ausschlag; auch nicht

die zufällige Symbolik durch figürlichen Schmuck oder der Text karm die

Würde des Denkmals ausmachen, sondern vor allem andern das vollbeherrschte

 und richtig festgehaltene Maßverhältnis der Form zur umgebenden

 Natur, also zum umgebenden Luftraum - zur Höhe der Berge

oder zur Weite der Ebene. Unter diesen Bedingungen eine Form zu finden,

die himmelstrebend ist und das Irdische abstreift, die nicht mehr das_Gefühl

des Lastens und der Schwere verursacht, die in sich einheitlich ist und
            
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